08. August 2017, 20:31 Uhr

In den höchsten Tönen

08. August 2017, 20:31 Uhr
Jedes Instrument ist ganz individuell. Das wissen (v. l.) Lehrerin Sabine Dreyer, Benedikt Sender, Laura Peichl, Alisa Mörsdorf, Brigitte Kaniuth-Pfeiffer und Lior Ulevich. (Foto: lod)

Die Jüngste ist fünf, der älteste über 70. Die Rede ist von denjenigen, die an der Musikschule Holzblasinstrumente lernen. Vor 20 Jahren gründete Sabine Dreyer die beiden Ensembles »Flautissimo« und »Flauto vivo«. Inzwischen stieg die Zahl der Gruppen an der Musikschule, in denen Holzbläser und Flöten mitspielen, auf neun. Auch ein Verdienst von Dreyer, die 2001 die Leitung des damaligen Fachbereichs »Gesang und Flöte« übernommen hatte.

Nach einer Umorganisation ist sie seit einigen Jahren Leiterin des Fachbereichs »Holzblasinstrumente«, zu dem auch die Flötenklassen gehören. 80 Schülerinnen und Schüler werden aktuell von neun Lehrkräften unterrichtet, wobei das Alter keine Rolle spielt. »Die Jüngste ist fünf, der älteste über 70«, sagt Dreyer, die selbst Unterricht für klassische Travers- und Renaissanceflöte und moderne Flöten gibt. »Ich biete auch die irische Thin Whistle an, aber da hat sich bisher noch niemand gemeldet«, meint die erfahrene Musikerin, die bereits auf zahlreichen CDs zu hören ist.

Im aktuellen Unterrichtskonzept setzt Dreyer vor allem auf Kooperationsprojekte mit Schulen und Kindertagesstätten. Dazu gehört das Grundschulprojekt Kinder machen Musik (»Kima Mu)«, in dem bereits seit 2008 Kinder aus den 3. Klassen drei bis vier Instrumente ausprobieren und dann ab dem 2. Halbjahr bis in die 4. Klasse hinein in Kleingruppen am Instrument ihrer Wahl unterrichtet werden.

Doch auch für die Erst- und Zweitklässler gibt es im Projekt »ZusammenSpielMusik«, die Möglichkeit zur musikalischen Grundausbildung. Natürlich dürfen sich die Kinder unter anderem an Saxonett als Vorinstrument für Saxofon oder Klarinette, sowie Flöte oder Blockflöte ausprobieren.

Musik macht stark

Seit zwei Jahren erfolgreich ist ferner das Projekt »Musik macht Kinder stark«, das seit 2015 in Zusammenarbeit mit dem Musikzug des Gesangvereins Frohsinn Ockstadt sowie in den 3. Klassen der gemeinsamen Musterschule durchgeführt wird. Nach der Wahl des Instruments gehen die Kinder, neben dem Kleingruppenunterricht einmal in der Woche zur Probe des »Orchester Kunterbunt«.

In der Adolf-Reichwein-Schule unterrichten Musikschullehrer die Bläserklassen mit Kindern aus den 5. und 6. Klassen. In mehreren Kindertagesstätten sind Blockflötengruppen für Vorschulkinder eingerichtet worden. An der Musikschule unterrichten die ausgebildeten Lehrkräfte »alle nur denkbaren Stilrichtungen«, sagt Dreyer. Das beginnt bei mittelalterlicher Musik geht über Renaissance, Barock und Klassik und endet bei Jazz, Klezmer, Folk und Rock.

Die Lehrer konzertieren als Solisten, aber auch in Ensembles und Orchestern. »Sie alle sind unglaublich vielseitig und voller Experimentierfreude«, sagt Dreyer, nennt zwei Beispiele. So unterrichtet Brigitte Kaniuth-Pfeiffer nicht nur Flöte, sondern auch Akkordeon, Klavier und Keyboard. Neu an der Musikschule ist Lior Ulevich, der in seiner Heimat Israel und in Rotterdam studiert hat.

An der Musikschule unterrichtet er Blockflöte sowie Trompete. Ferner leitet er das Schulorchester der Henry-Benrath-Schule. Doch nicht nur den Lehrkräften bereitet der Unterricht an der Musikschule viel Freude. »Das macht mir viel Spaß«, sagt Florian Rüb (8) aus Friedberg. Seit zwei Jahren spielt er Querflöte und hat gerade ein neues Instrument erhalten.

Erst sieben Jahre alt ist Alisa Schröder, die seit einem halben Jahr Flötenunterricht bekommt, während Felicia Jonet Rotaru aus Rodheim schon drei Jahre in die Musikschule geht. »Natürlich mache ich weiter« sagt die Zehnjährige. Benedikt Sender (12) nimmt seit eineinhalb Jahren Saxofonunterricht. »Mal sehen ob ich Berufsmusiker oder doch Mathematiker werde«, meint der Augustinerschüler. Jetzt jedoch sind erst einmal Sommerferien. Am 14. August geht es dann in der Musikschule wieder los.

Am Samstag, 26. August, findet von 10 bis 13 Uhr in der Musikschule ein Infotag zum Ausprobieren, Kennenlernen und Hören statt. Den Abschluss bildet ein Konzert der Lehrkräfte um 17 Uhr. Am Samstag, 2. September, findet um 15 Uhr im Saal der Musikschule ein Fachbereichskonzert der Holzbläser unter dem Motto: »Rockig, poppig, jazzig, klassisch« statt.

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