09. Juli 2019, 20:56 Uhr

Immobilienpreise steigen weiter

09. Juli 2019, 20:56 Uhr

Bei der Steigerung der Immobilienpreise ist immer noch kein Ende absehbar. Das gilt auch für eher ländlich geprägte Gebiete wie den Wetterau- und den Main-Kinzig-Kreis. Für beide Regionen beobachtet das Amt für Bodenmanagement in Büdingen die Entwicklung. Der jüngsten Auswertung zufolge sind die Preise für Eigentumswohnungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent gestiegen. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im Schnitt um 11 Prozent teurer verkauft als 2017. Der Immobilienmarktbericht 2019 belegt das starke Preisgefälle zwischen Ballungsraum Frankfurt und ländlichen Regionen.

Für den Bericht wertete die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses etwa 9500 notariell beurkundete Immobilienkaufverträge aus dem vergangenen Jahr aus. Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Euro wechselten 2018 in beiden Landkreisen den Eigentümer. »Dieses hohe Niveau belegt das rege Marktgeschehen in der Region. Dabei wurden 57 Prozent der Umsätze im hochpreisigen Marktbereich fünf erzielt, der unter anderem Hanau, Maintal und Bad Vilbel umfasst. Lediglich 1,6 Prozent des Umsatzes entstammen dem Marktbereich zwei, der weite Teile des Vogelsbergs und des Spessarts abbildet«, teilt Dr. Andreas Schweitzer, Vorsitzender des Gutachterausschusses, mit.

Platz eins bei Baugenehmigungen

Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser spiegelt das Preisgefälle im Main-Kinzig- und Wetteraukreis deutlich wider. In ländlich geprägten Bereichen wurden 135 Häuser zu einem mittleren Preis von knapp 200 000 Euro verkauft (+ 13% gegenüber 2017). Neubauten wurden hingegen auf deutlich höherem Niveau gehandelt. In ländlichen Regionen konnten im letzten Jahr neue Häuser für einen Einstandspreis von durchschnittlich 360 000 Euro (+ 13%) erworben werden.

Im Ballungsraum mussten die Käufer bei 165 registrierten Verkäufen mit rund 410 000 Euro (+ 13%) hingegen für ein Haus »aus zweiter Hand« deutlich tiefer in die Tasche greifen. Noch teurer waren hier mit rund 550 000 Euro die Neubauten (+ 4,5%). Rund 33 Prozent des Marktgeschehens entfällt auf Eigentumswohnungen, die 2018 im Schnitt 200 000 Euro kosteten.

Es wird übrigens fleißig gebaut. In der Hessischen Gemeindestatistik 2018 liegt der Wetteraukreis hessenweit mit 1728 Baugenehmigungen an erster Stelle.

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