14. Dezember 2018, 20:56 Uhr

Im Zauber der Klänge

14. Dezember 2018, 20:56 Uhr
Die VdK-Vorsitzende Ellen Benölken mit (v. l.) Ludwig Schramm, Josef Tschernoch, und Hans-Jörg Hoeboer. (Foto: pm)

Die Jahresabschlussfeier des Sozialverband VdK Ortsverband Karben im weihnachtlichen Ambiente im Albert-Schäfer-Haus in Petterweil läutete auch das Jubiläumsjahr »70 Jahre VdK in Karben« ein.

In ihrer Begrüßungsrede im voll besetzten Saal bedankte sich die Vorsitzende Ellen Benölken bei ihren Vorstandsmitgliedern und vielen weiteren Helferinnen und Helfern. Ohne sie und ihr ehrenamtliches Engagement wäre vieles nicht möglich. Neben der Sozialberatung und der Interessenvertretung in der Sozialpolitik sei die gegenseitige Hilfe und Unterstützung vor Ort von allergrößter Bedeutung. Ehrenamtliches Engagement sei das Fundament beim VdK im Ortsverband Karben, betonte die Vorsitzende. In ihren Grußworten bedankten sich die Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Lenz und Bürgermeister Guido Rahn für die geleistete Arbeit und wünschten weiterhin Glück und Kraft zum Wohle der Menschen, die sich nicht selber helfen könnten.

Festlich wurde es, als der Tenor Manfred Fink und die Sopranistin Tatjana Charalgina, begleitet von der Pianistin Sofia Gigineishvili, das Duett »Glück, das mir verblieb« aus der toten Stadt von Korngold vortrugen. Beim »Wolgalied«, gesungen von Fink, kullerten ein paar Tränen. Und das ist auch gut so. So zeigt es doch, dass auch in unserer Zeit Gefühle ganz oben stehen. »O mio Babbino Caro« aus Gianni Schicchi und »Nessun Dorma« aus Turandot von Puccini riss die VdK’ler von den Stühlen – eine Zugabe war unumgänglich. Verdis »Libiamo ne’ leti calici« aus La Traviata, im Duett gesungen, begeisterte. Chormusik gab es zu hören vom Männergesangverein Karben-Petterweil unter der Leitung von Hermann Jung mit dem Solisten Jens Ruppert bei »Im Stall zu Bethlehem« und »Weißer Winterwald«. Auch kam das »La Montanara« ganz anders gesetzt mit Fink und Chor zu Gehör. Die Weihnachtsbläser mit ihrem Dirigent Bernd Weller, schon eine Tradition, brachten beliebte Weihnachtslieder zu Gehör, außerdem das Friedenslied »Donna Nobis Pacem«.

Vor den Ehrungen ging Benölken auf die Gründung ein. 1945 und 1946 hätten Kriegsopfer in Städten und Gemeinden Selbsthilfegruppen mit dem Ziel gegründet, die Interessen der betroffenen Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber Verwaltungen zu vertreten. Für 65-jährige Mitgliedschaft wurde Josef Tschernoch geehrt; für 70-jährige Mitgliedschaft Ludwig Schramm. So unterschiedlich die Biografien seien, eines hätten beide gemeinsam: eine verlorene Jugend. Vertreibung und Neubeginn seien für einige VdK’ler nicht fremd. Für die jüngeren Mitglieder war es spannend, aus diesen beiden Lebensläufen zu hören – eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Hans-Jörg Hoeboer bekam die Ehrenplakette in Gold für seine Zeit als Vorsitzender des Ortsverbands Karben (2003 bis 2009).

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