25. Juni 2019, 19:31 Uhr

Im Friseursalon kennengelernt

25. Juni 2019, 19:31 Uhr
Elfriede Güssgen-Mosser und Rolf Güssgen blicken auf 65 Ehejahre zurück. (Foto: lod)

Im Bad Nauheimer Elisabethhaus feiern Rolf Güssgen und Ehefrau Elfriede Güssgen-Mosser geborene Mosser am heutigen Mittwoch das Fest der eisernen Hochzeit. Kennengelernt hat sich das Paar 1953 im Friseursalon Kemper im Kettenhofweg im Frankfurter Westend. Dort war der am 24. April 1932 in Fauerbach geborene Ehemann nach erfolgreicher Gesellenprüfung als Friseur tätig. Auch die ein Jahr jüngere Elfriede hatte den Friseurberuf gelernt. Nach Abschluss ihrer Lehrzeit wechselte sie zum Salon Kemper.

Schnell kamen sich die beiden näher und waren sich rasch einig, zusammenbleiben zu wollen. »Es waren seine großen braunen Augen« erinnert sich die gebürtige Frankfurterin lächelnd. Güssgen war der jüngere von zwei Söhnen von Wilhelm und Marie Güssgen. Der ältere Bruder Karlheinz ist kürzlich gestorben.

Rolf Güssgen wuchs in Fauerbach auf, erlernte den Friseurberuf im Salon Pietsch in Bad Nauheim. Seine Ehefrau war das vierte von fünf Kindern von Anton und Anna Mosser. Sie besuchte die Liebfrauenschule in Frankfurt und absolvierte ihre Ausbildung im Salon Strack in der Alten Gasse.

Nach der Heirat bezog das junge Paar eine kleine Wohnung in der Schäfergasse gleich um die Ecke des Salons Strack, in dem die Ehefrau inzwischen wieder arbeitete. 1958 nahmen die beiden jungen Friseurmeister das Angebot des Friseurs Strack an, der für seinen Laden keinen Nachfolger hatte, und übernahmen das Friseurgeschäft. Zwei Jahre später wurde zusätzlich der Laden von Käthe Seip in der Niedenau übernommen.

Das Geschäft in der Alten Gasse wurde 1965 aufgegeben, dafür wurde das Geschäft in der Niedenau ausgeweitet. 1975 zog das Ehepaar zunächst nach Fauerbach in die Hauptstraße 67, das Elternhaus von Rolf Güssgen. Gleichzeitig wurde in Bad Nauheim der Salon Huber in der Karlstraße übernommen.

Rolf Güssgen war seit Beginn der 70er Jahre als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Frankfurt tätig, später dann am Landesarbeitsgericht. Für diese Tätigkeit wurde ihm 1980 der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Ferner engagierte er sich in der Friseurinnung, hier war er bis 1997 in der überbetrieblichen Ausbildung tätig.

1995 zog sich das Ehepaar krankheitsbedingt aus dem Beruf zurück und verkaufte das Geschäft. Seit den frühen 80er Jahren wohnten die beiden in Bad Nauheim in einem Haus im Grünen Weg, später in einer Wohnung in derselben Straße.

Ihren Ruhestand nutzte das Paar für ausgedehnte Urlaube an Nord- und Ostsee und immer wieder für Fahrten ins geliebte Bad Birnbach in Bayern. Treue Begleiter des kinderlos gebliebenen Ehepaares waren nacheinander vier Dackel: Yella 1, Yella 2, Kuno 1 und Kuno 2. Nach einer schweren Erkrankung von Elfriede Güssgen-Mosser zog das Paar im vergangenen Jahr ins Elisabethhaus. Einige Gegenstände aus der alten Wohnung sind mit umgezogen.

Den Ehrentag verbringen die beiden mit der kleiner gewordenen Familie aus Friedberg und Frankfurt im Elisabethhaus mit einer katholischen Andacht und einer Kaffeetafel. Die Wetterauer Zeitung gratuliert ihren langjährigen Abonnenten und wünscht ihnen viele weitere gemeinsame Jahre.

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