08. April 2019, 20:27 Uhr

Im Einklang die Schöpfung genießen

08. April 2019, 20:27 Uhr
Die Pilger genießen die schöne Landschaft zwischen Utphe und Unter-Widdersheim in der Stille. (Foto: Storck)

Zum Lutherjahr 2017 wurde der Lutherweg als Pilgerroute ausgewiesen. Auf der rund 400 Kilometer langen Strecke fuhr der Reformator einst von Thüringen nach Worms und zurück. Auf diesem Weg liegt auch Berstadt, wo Luther auf seinem Rückweg von Worms in einer Gaststätte gepredigt haben soll. So wurde auch der Ort eine Anlaufstation der Pilgerwanderer.

Neben Schautafeln zur Historie ist dort seit dem Lutherjahr das Berstädter Gotteshaus eine offene Kirche. Die Wanderer können sich jederzeit auf dem Altar in das dortige Pilgerbuch eintragen und in ihrem individuellen Pilgerpass einen Stempel als Beweis des Besuchs dieser Station Luthers eintragen. Des Weiteren stehen den Pilgern auch sanitäre Einrichtungen sowie nach vorheriger Absprache Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Mit Gott auf den Weg machen

Am vergangenen Samstag schlüpften Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Berstadt als bisherige Gastgeber in die Rolle der Pilger. Die Teilnahme an jenem ersten Pilgertag rund um Berstadt sollte für jeden möglich sein. Es war nicht notwendig das gesamte Tagesprogramm von morgens acht Uhr bis nachmittags um 17 Uhr zu absolvieren, wozu auch die Wanderung auf einem etwa 23 Kilometer langer Pilgerweg gehörte. Vielmehr hatten die Pilger die Möglichkeit, den Ein- und Ausstieg felxibel zu wählen.

Zu Beginn des Pilgertages ermunterte Pfarrerin Kerstin Tenholde dazu, den Weg in Gedanken zu gehen und sich anschließend mit Gott auf den Weg zu machen. Diese innere Einkehr solle man mit auf die kommende Route nehmen. Mit Rucksack versehen, marschierten die Pilgerteilnehmer über Utphe durch das Naturschutzgebiet Mittlere Horloffau nach Unter-Widdersheim, wo sie auf ihrem Weg nicht nur die vielfältige Flora und Fauna, sondern auch zahlreiche Hobbyfotografen passierten. In der gebotenen Stille der Pilger konnten sie hier die Vielfalt der Schöpfung besonders genießen. Weiter ging es zum alten Hofgut Graß. Hier – zur Hälfte der Tageswanderung – legte man die Mittagspause ein und feierte eine Abendmahlsandacht, bevor sich die Pilger auf den Rückweg machten. Dazu gehörte auch eine ausgedehnte Kaffeepause am Inheider See. Gegen 17 Uhr erreichte die Gruppe wieder den Ausgangspunkt Berstädter Kirche. Wo Kerstin Tenholte den Pilgern den Abschlusssegen erteilte, der den Tag in innerem Einklang und zusätzlich berieselt mit der Schönheit der Umgebung von Berstadt beschloss.

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