22. März 2019, 18:51 Uhr

»Ich liebe mein Leben«

22. März 2019, 18:51 Uhr
Cynthia Nickschas hat mit Clueso auf der Bühne gestanden. Anfang April kommt sie ins Alte Hallenbad: »Ich fühle mich richtig geehrt, dort spielen zu dürfen«, sagt sie. (Fotos: pm)

Es wird die »Aufwärmveranstaltung« für den Friedens-Aktionstag »Imagine Peace Friedberg« am Samstag, 6. April, sein. Die Band »Cynthia Nickschas & Friends« wird einen Abend vorher im Alten Hallenbad spielen – ohne Gage. Seit zehn Jahren tourt die Bonnerin Nickschas nun schon durch den deutschsprachigen Raum, seit 2012 mit ihrer Band. Die Wetterauer Zeitung hat mit der Songwriterin über ihre Musik, ihre Ziele und über ihre musikalische Zukunft gesprochen.

Sie spielen auf großen Festivals, wie in diesem Jahr auf der Hauptbühne des Burg-Herzberg-Festivals. Im Theater Altes Hallenbad spielen sie am Vorabend eines Friedensaktionstages, wie kam es dazu?

Cynthia Nickschas: Das hat Andreas Lürding aus Friedberg organisiert. Er ist schon lange großer Fan von mir und längst ein guter Freund, der viel für uns tut. Ich fühle mich richtig geehrt, im Alten Hallenbad spielen zu dürfen.

Sie setzen sich für Toleranz, Gerechtigkeit und ein vielfältiges Miteinander in unserer Gesellschaft ein, woher kommt dieses Engagement?

Nickschas: Ich bin ohne Medien aufgewachsen und einfach enttäuscht, dass Aufmerksamkeit und Miteinander zwischen den Menschen immer weiter zurückgehen. Meine Eltern haben mir einen großen Gerechtigkeitssinn mit auf den Weg gegeben.

Das sind auch die vorrangigen Themen in Ihren Songs. Schreiben Sie auch Liebeslieder?

Nickschas: Liebeslieder passieren mir auch, aber nicht vorrangig. Meistens ist die Musik zuerst da, und dann kommen die Worte geflogen.

Sie beschreiben Ihre Songs als unangepassten und ausgereiften Songwriter-Pop, unangepasst aber trotzdem ausgereift, ist das nicht ein Gegensatz?

Nickschas: Ja, das ist ein Gegensatz und genauso ist unsere Musik. Wir mischen alle Stile, in der Struktur sind die Songs ausgereift, jedoch kann man unsere Musik in keine musikalische Schublade einordnen.

Was und wen wollen Sie mit Ihrer Musik erreichen?

Nickschas: Alle Menschen – von null bis 90. Alle, die Stärkung brauchen. Mir wurde einmal gesagt, dass ich Worte verwende, die sich andere nicht zu sagen trauen. Vielleicht ist das ein Grund für unseren Erfolg.

Sie haben bereits zwei CDs veröffentlicht, die erste im Label »Sturm und Klang« von Konstantin Wecker, wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Nickschas: Ein gemeinsamer Freund hat uns vorgestellt. Ihm hat gefallen, was ich mache. Ich war 2015/16 mit Konstantin als Bandmitglied auf Tournee.

Sie standen aber auch schon mit Clueso oder Felix Meyer auf der Bühne. Beeinflussen Sie solche Treffen?

Nickschas: Ja, Clueso hat mich angerufen. Ich bin auf dem Hurricane-Festival 2017 kurzfristig für eine seiner Sängerinnen eingesprungen. Das war ein sehr tolles Erlebnis. Mit Felix war ich drei Wochen auf Tour. Eine großartige Erfahrung.

Sie sind von der Straßensängerin zu einer bekannten Persönlichkeit in der Singer-Songwriter-Szene mit zahlreichen TV- und Radioauftritten aufgestiegen: Wie stellen Sie sich ihren weiteren musikalischen Werdegang vor?

Nickschas: Es darf gerne so weitergehen. Es kann auch gern noch größer werden. Ich hoffe auf ganz viele positive Begegnungen. Aber wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, ist es auch gut! Ich liebe mein Leben.

Sie spielen in Friedberg am Vorabend der privat organisierten Aktion »Imagine Peace Friedberg«, ohne Gage, würden sie sich als Friedensaktivistin bezeichnen?

Nickschas: Ich bin immer und überall für den Frieden unterwegs. Habt Euch lieb, verdammt noch mal!

Werden Sie sich am Tag nach ihrem Konzert die verschiedenen Friedensaktionen anschauen?

Nickschas: Auf jeden Fall, da bin ich dabei, ich muss erst am Nachmittag weiter zum nächsten Termin.

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