28. August 2019, 20:17 Uhr

Hohe Verluste im Rosbacher Wald

28. August 2019, 20:17 Uhr

Die Trockenheit der vergangenen beiden Sommer hat zu massiven Schäden im Rosbacher Wald geführt. Wie Stadtrat Heinz Sill bei der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag ausführte, sei der Schädlingsbefall des Borkenkäfers explodiert. Da dies überregional gelte, sei der Marktpreis für Fichtenholz stark eingebrochen und der Markt für Bau- und Industrieholz »so gut wie nicht mehr vorhanden«.

Pro Festmeter könne allenfalls ein Preis von 10 Euro erzielt werden, während die Bereitstellung alleine schon etwa 20 Euro koste. In der Rosbacher Gemarkung komme spezifisch hinzu, dass es am 24. April einen extremen Windfall gegeben habe, der geschätzte 7000 Festmeter Buchenbestände geworfen habe. Man bemühe sich, dieses Holz zu vermarkten, was jedoch immer schwieriger werde. Zudem sei noch mit Folgeschäden zu rechnen. Nach der aktuellen Einschätzung wird laut Sill bis zum Jahresende mit einem Einschlag von 15 000 Festmetern nicht vermarktbarem »Kalamität«-Holz zu rechnen sein. Normalerweise würden rund 9000 Festmeter pro Jahr geschlagen und vermarktet.

Die Situation werde zu deutlichen finanziellen Verlusten für den städtischen Haushalt führen, die eventuell den siebenstelligen Bereich erreichen könnten, so Sill weiter.

Die Herausforderung der Forstwirtschaft liege nach der aktuellen Katastrophe in den nächsten Jahren in der Gestaltung des Waldes. Sill sieht »in der Katastrophe auch die Chance« auf eine Verbesserung - vor allem mit Blick auf die Sicherung der Grundwassergewinnung.

Mitfahrbänke werden aufgestellt

Erfreut über das ehrenamtliche Engagement der Organisatoren der Initiative »Rodheim frühstückt« zur Finanzierung und dem Erwerb der geplanten Mitfahrerbänke (WZ vom Samstag) zeigte sich Bürgermeister Steffen Maar. Wie Mitorganisatorin und Stadträtin Andrea Nöchel-Jacobi bekannt gab, sei bereits Geld für fünf Bänke zusammengekommen. Die ersten der metallenen Bänke habe man bereits beim Hersteller in Auftrag gegeben.

Die Stadtverordneten entschieden auf FWG-Antrag, das ehrenamtliche Projekt und der Suche nach zentralen und stark frequentierten Aufstellungsorten in der Nähe der Einkaufsmärkte und Banken zu unterstützen. »Das Engagement ist sehr lobenswert und nimmt das finanzielle Risiko von der Stadt«, lobte Maar. Man werde gespannt verfolgen, wie das Angebot in der Bevölkerung angenommen werde.

Wie Nöchel-Jacobi ankündigte, überlegt die Initiative »Rodheim frühstückt«, für die mitnehmenden Autofahrer weitere Anreize zu schaffen. Wer bei der Mitfahrbank anhalte, könnte als Dankeschön Taler bekommen, die bei »Rodheim frühstückt« für Essen oder Getränke eingelöst werden können.

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