05. November 2019, 18:58 Uhr

Hier gehen Künstler gerne aufs Abstellgleis

05. November 2019, 18:58 Uhr
Die Ratte Schaumgummi erwacht als Ursula von Rätin zum Leben. (Foto: pv)

Es gibt nur einen Ort, an dem Künstler und Besucher gerne auf ein Abstellgleis geschoben werden: Im Theaterwagen der Eisenbahnfreunde Wetterau. Bei »Zugluft - Kunst im Museumszug« wird im rollenden Zugwaggon Theater gespielt. Am Samstag beginnt die neue Saison. »Seid Ihr noch zu ratten!« heißt es, wenn Rattendiva Cornelia Fritzsche zum Auftakt ihr neues Programm zeigt.

Der Museumszug beginnt seine Fahrt um 19.30 Uhr am Bahnhof-Nord in Bad Nauheim. Eine Pause gibt es in der Zwischenstation in Rockenberg, ehe der Zug für die Rückfahrt wieder umkehrt. Auf beiden Fahrten erwartet die Mitfahrer große Kunst auf kleiner Bühne.

Als Location dient ein alter Personenwaggon aus der Slowakei, der 2005 von den Eisenbahnfreunden übernommen und aufwendig fahrbereit umgebaut wurde. Atze Schröder, Markus Maria Profitlich, Bernhard Hoecker, Martin »Maddin« Schneider und viele weitere Künstler ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, auf der rollenden Bühne aufzutreten.

Das Figurentheater Cornelia Fritzsche begleitet die Reihe »Zugluft« der Eisenbahnfreunde Wetterau seit vielen Jahren, und auch in diesem Jahr präsentiert sich die über die Landesgrenzen gefeierte Rattendiva Ursula von Rätin. Obwohl sie nur aus Stoff und Schaumgummi besteht, verwandelt sich Ursula vor den Augen der Zuschauer in ein Lebewesen mit Gefühlen und Problemen. Mit viel Humor nimmt die Figur menschliche Züge an.

Das ist das Konzept

Das Konzept »Zugluft« sah von Anfang an vor, dass es ein Mehr an Erleben und Unterhaltung werden soll. Dabei ist der Teil der Kleinkunst nur noch ein Teil, denn das gesamte Programm besteht aus mehr: Der Museumszug startet um 19.30 Uhr mit einem Theaterwagen, einem Sitzwagen, dem Thekenwagen, dem Buffetwagen und einem Packwagen mit Tischen Richtung Münzenberg. Da um diese Uhrzeit spätestens bei jedem Fahrgast der Magen knurren sollte, wird mit einem warmen Buffet gestartet, das während der Fahrt eingenommen wird. Die maximal 45 Personen essen an Steh- oder Bistrotischen. Spätestens in Rockenberg lädt Mitorganisator Holger Baake in den Theaterwagen ein. Schnell wird noch ein Getränk aus dem Thekenwagen mitgenommen, und auf geht es in den gemütlich eingerichteten und beleuchteten Theaterwagen, der im hinteren Ende mit der Bühne endet Und all das während der Fahrt auf der Eisenbahnstrecke. Danach folgen 45 Minuten Kleinkunst; der Zug hält auf einem Ausweichgleis. In der Pause startet der Zug wieder zurück nach Bad Nauheim; nach 20 Minuten folgt der zweite Teil der Vorstellung. Der Zug stoppt hierzu meist in Steinfurth, bevor er dann nach der Vorstellung die Bergfahrt nach Bad Nauheim antritt und hier gegen 23 Uhr einrollt, um die Fahrgäste nach rund 200 Minuten zu entlassen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Eisenbahnfans
  • Künstlerinnen und Künstler
  • Markus Maria Profitlich
  • Wetteraukreis
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 / 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.