07. Oktober 2019, 08:00 Uhr

Auf der Nauheimer Kerb

Heringsbrötchen und Break Dancer gehören einfach dazu

Bad Nauheim (cor). Was erlebt eine Familie, die sich zu einem Rundgang über die Bad Nauheimer Kerb verabredet? Die WZ wardabei.
07. Oktober 2019, 08:00 Uhr
Die Brüder Jarrell und Jordan warten auf den Beginn der Fahrt im Break Dancer. Tante, Oma und Opa essen derweil Fischbrötchen. (Fotos: Weigelt)

Sie kommen aus Frankfurt, Reichelsheim und Rodheim, um gemeinsam auf der Bad Nauheimer Kerb zu feiern. »Das gehört für uns jedes Jahr dazu«, sagt Gabriela Horcher. Die Familie Horcher hat sogar zwei gute Gründe, sich ins bunte Kerbtreiben zu stürzen: Der Geburtstag von Tochter Jennifer kommt hinzu. »Den kann ich jedes Jahr hier feiern«, erzählt Jennifer Reid. Mit dabei sind Freunde und Verwandte. Die Bad Nauheimer Kerb - ein großer Familiespaß für drei Generationen, wie sich beim Rundgang mit der Familie zeigt.

»Die Jungs freuen sich schon seit Wochen auf die Kerb«, erzählt Gabriela Horcher. Den Aufbau der Fahrgeschäfte und Stände habe sie die Tage zuvor beobachtet, wohnt Tochter Jennifer doch nicht weit der Mittelstraße. »Die Schausteller waren ganz schön fix. Ich war erstaunt, wie schnell hier alles für die Eröffnung aufgebaut wurde.«

Durch die Kerbnähe treffe sich die Familie daher auch stets im Hause der Tochter, starte dann gemeinsam am Taumler ihren Kerbbesuch. Dabei sind Opa Karl-Heinz, die Enkel Jordan (11 Jahre) und Jarrell (9 Jahre), die Tanten Gabi und Sabine, Cousins und Freunde. »Später kommen noch mehr dazu«, sagt Gaby Horcher.

Erster Stopp am Taumler

Kaum angekommen, gibt es den ersten Stopp, denn am Taumler kommt die Familie nicht vorbei. Schnell haben die Enkel ihre Fahrchips gekauft und Platz genommen. »Die Jungs haben Kerbgeld bekommen, das müssen sie sich für alle sechs Tage einteilen«, erklärt Mutter Jennifer. »Jeder hat etwas dazugelegt«, ergänzt Oma Gaby. Heraus kommt ein nettes Kerb-Budget, das aber nicht nur in den Fahrspaß investiert wird. Ungern verzichtet Jaden auf einen Schoko-Erdbeer-Spieß.

Nach einer Runde im Fahrgeschäft kehren die Brüder zufrieden zurück zu den anderen. »Können wir jetzt Break Dancer fahren?« Omas Gaby richtet ihren Blick aber erst einmal nach links Richtung »Nuss-Michel«. »Sollen wir jetzt schon Nüsse mitnehmen oder erst auf den Rückweg?«

Die Familie setzt ihren Marsch fort, weit kommt sie aber nicht. Schon am Fischstand weiter oben gibt es den nächsten Halt. Diesmal sind Oma und Opa an der Reihe. »Für mich gehört ein Heringsbrötchen einfach zur Kerb«, erklärt Gaby Horcher. Kaum sind die Brötchen verzehrt, setzt sich die Familie wieder in Bewegung.

Heißes Duell auf der Pferderennbahn

Genau genommen sind es aber nur gut drei Meter, weiter kommen sie nicht. Die kleinen Cousins haben den »Derby World Cup«-Stand entdeckt. Hier gilt es, Kugeln in Löcher zu zielen. Schafft man dies, setzt sich ein Pferd auf der Rennbahn in Bewegung; gleichzeitig versuchen das auch die Mitspieler mit ihren Pferden. Kaum haben sich die beiden Jüngsten platziert, packt die anderen ebenfalls das Spielfieber. Auch Oma Gaby gibt ihr Bestes. Gegen Jordan hat aber niemand eine Chance. »Der gewinnt hier immer«, erzählzt Jennifer Reid. Diesmal ein Stofftier mit Glubschaugen.

Während Jordan sich noch über seinen Gewinn freut, sind bereits weitere Familienmitglieder eingetroffen, darunter der ältere Bruder Jontae und Onkel Patrick. Nun geht es weiter zum Break Dancer, ihre Fahrchips haben die Jungs schnell gekauft. Auch die Cousins und Tante Sabine wollen auf die rasante Fahrt nicht verzichten. Oma Gaby pausiert, aus gutem Grund. »Ich fahre gleich im Autoscooter.« Kaum ist die Familie wieder vollzählig, geht es in wenigen Schritten rüber zum Fahrgeschäft der Familie Eiserloh. Die Fahrchips sind schnell gekauft und auch die Autos sind nach einem fliegenden Wechsel schnell ergattert. Oma, Tochter, Neffen und Enkel liefern sich eine Verfolgungsjagd.

Opa Karl-Heinz hat alles im Blick. Am Ende kommt Oma Gaby belustigt zurück. »Die Jungs wollten mich jagen, aber es war umgekehrt, ich habe sie verfolgt.« »Alles in Ordnung?«, wird sie gefragt. »Natürlich. Ich habe nur Bauchschmerzen vor Lachen.«

Ganz entspannt setzt die Familie ihren Rundgang noch lange fort. Am Ende treten alle Familienmitglieder und Freunde zufrieden den Heimweg an. Zuhause wird schließlich noch einmal angestoßen, auf die schöne Kerb und auf den Geburtstag von Jennifer.

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