23. Februar 2017, 19:05 Uhr

Herausforderung für die Kirche

23. Februar 2017, 19:05 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Flucht vieler, auch junger Menschen vor Krieg und Terror konfrontiert uns zunehmend mit humanitärer Not. Wie denkt die Jugend, die unsere Gesellschaft von morgen gestalten wird, über Flüchtlinge, Flucht, Asyl, Nation, Nationalität und Glaube? Welche Veränderungen bringt Integration in ihr Leben ein? Solchen Fragen widmet sich die Jugendstudie des Heidelberger Sinus-Instituts. Koautor Peter M. Thomas hat kürzlich als Gast der Erwachsenenbildung der Pfarrgruppe Mörlen und des Pfarrgemeinderats über die Ergebnisse der Untersuchung gesprochen.

Unter seinen Zuhörern waren viele Eltern, kirchliche Hauptamtliche, Erzieher und Lehrer. Sie erhielten wertvolle Impulse und Hintergrundwissen für ihre Arbeit und für den Umgang mit diesen hochaktuellen Themen.

Zu Beginn und zum besseren Verständnis gab der Referent zunächst einen Einblick in die sieben Lebenswelten von Jugendlichen und widmete sich anschließend den Themen Glaube, Flucht, Asyl und Nationalität. Musikbeispiele, anschauliche Jugendzeitschriften und Interviews im Orginalton untermalten den mit modernen Medien gestalteten Vortrag.

Eine Gruppe von rund 20 Teilnehmern waren gekommen, um den auch für eine Kirchengemeinde wichtigen Erkenntnissen aus der neuen Studie zu lauschen und daraus für die zukünftige Gemeindearbeit Anregungen zu bekommen. Zusammen mit den Teilnehmern arbeitete Thomas heraus, dass Jugendliche an Sinnfragen interessiert sind, aber skeptisch gegenüber Religionsgemeinschaften als Institutionen sind. Daraus ergibt sich eine große Herausforderung für das kirchliche Leben: Ein Umdenken innerhalb der Kirche müsse stattfinden, wolle man Jugendliche für deren Themen interessieren oder ihre Mitarbeit, zum Beispiel im Ehrenamt, fördern.

Die Teilnehmer diskutierten angeregt untereinander und mit dem Referenten und stellten interessante Fragen. Unter die Teilnehmer mischte sich auch der neue Jugendpfleger Uwe Budnitz, der seit einem halben Jahr in Ober-Mörlen tätig ist. Höhepunkt des Vortrags war die Vernetzung aller mitgebrachten Smartphones und der Teilnahme an einem heiteren, gemeinsamen Quiz. Gekommen war auch eine Mutter mit ihren zwei jugendlichen Kindern, von denen eins das Quiz gewann und eine aktuelle Ausgabe des Notizbuchs der Sinus-Jugendstudie mit nach Hause nehmen konnte.

Noch eine Weile standen die Teilnehmer danach zusammen und unterhielten sich über viele weitere Themen. (Foto: pv)



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