28. März 2017, 20:59 Uhr

Helmut Weitz bleibt Harmonie-Chef

28. März 2017, 20:59 Uhr
Führen die Harmonie in den kommenden zwei Jahren (v. l.): Alfred Schiel, Helmut Weitz, Armin Winkler, Berthold Schäfer, Marius Münch und Andreas Schmidt. (Foto: pv)

»Wir wollen uns auf die Aufnahme einer CD konzentrieren, das hat Priorität vor einem eigenen Konzert«, gab Harmonie-Vorsitzender Helmut Weitz die Richtung für die kommenden Monate vor. Als Dauerabonnent für diese Funktion bestätigte ihn die Hauptversammlung auch für die kommenden zwei Jahre. Der seit 1972 amtierende Harmonie-Chef steuert damit auf 50 Vorstandsjahre bei den Musikern zu, hatte er doch zuvor vier Jahre lang die Vizeposition inne. Dabei kann Weitz auf weitgehende Kontinuität im Team setzen: Stellvertreter bleibt Andreas Schmidt, Schriftführer Armin Winkler und Rechner Alfred Schiel. Die Jugendvertreter Alana Hessel und Marius Münch komplettieren mit Beisitzer Berthold Schäfer die Mannschaft, der für Andreas Dönges gewählt wurde.

»Verein ist, was du daraus machst«, bilanzierte Weitz und verwies auf den mit 19 Auftritten und 45 Übungsstunden prall gefüllten Kalender, worunter er das erst kürzlich gut besuchte Schlachtfest mit Stimmungsmusik hervorhob. Resultat seien qualitativ ansprechende und abwechslungsreiche Auftritte, bei denen auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam.

Im Mittelpunkt stand aber die Nachwuchsarbeit. Hier dominierte neben Licht und Schatten besonders der Wille zu neuen Angebotsformaten. So floppte der Jugendmusiktag trotz gutem Programm in puncto Resonanz, auch die Kooperation mit der Grundschule im Rahmen einer Musik-AG wird aktuell als nicht zielführend erachtet. Immerhin musizieren neben dem Jugendorchester derzeit 30 Kinder in vier Blockflötengruppen, im Projekt der musikalischen Früherziehung und als Instrumentalschüler. Für Letztere soll nun eine Bläserklasse eingerichtet werden, um den Spaß im Zusammenspiel zu fördern. Eine größere Motivation versprachen sich Weitz und Jugendvertreter Münch zudem von einer altersübergreifenden Übungsstunde mit darauffolgendem Konzert anstelle des Jugendmusiktags.

Dirigent Andreas Schmidt bescheinigte seinen Musikern eine solide Leistung: »Wir sind auf einem guten Niveau«, dennoch verlange das Publikum frische Ideen. So erhielt das Jahreskonzert als gemütlicher Frühschoppen einen volkstümlichen Anstrich, auf Sicht gesehen solle aber wieder eine Abendveranstaltung etabliert werden. Das Manko dabei: »Wir sind ein feiner, aber kleiner Verein, haben es deshalb schwer, bei der Stückauswahl alle Register zu besetzen. « Mit Polka, Marsch und Walzer locke man langfristig niemanden mehr hinterm Ofen hervor, deshalb, so sein Fazit, müsse das musikalische Spektrum um Stücke erweitert werden, die auch Jüngere ansprechen. Als Nebeneffekt ließen sich so die Nachwuchsmusiker einfacher ins Stammorchester integrieren.

Zuletzt gab es noch Glückwünsche für engagierte Musiker: Thorsten Lemler, Dietmar Mittig, Simone Blome, Marius Münch und Armin Winkler führten die Vereinsstatistik an und durften sich über Geschenke freuen. Auch Termine waren zu notieren: Am 9. Juli stehen Blasmusik mit Haxenessen und am 13. August ein Familiennachmittag auf der Agenda. Am 4. November soll zudem als Beitrag zur 1200-Jahr-Feier Reichelsheims ein Konzert mit allen städtischen Musikvereinen in der Sport- und Festhalle steigen.

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