10. April 2019, 19:27 Uhr

Grüne: Mehr Grün auf Friedhöfen

10. April 2019, 19:27 Uhr
Vielen Niddatalern stoße die Gestaltung der Friedhöfe auf, monieren die Grünen. Sie haben beantragt, dass der Magistrat ein Verschönerungs-Konzept erstellt.

In einer gemeinsamen Ausschusssitzung wurden im Nebenraum der Bürgerhausgaststätte in Assenheim mehrere Anträge der Grünen diskutiert. So soll der Magistrat beauftragt werden, eine Planung vorzulegen, wie das städtische Anwesen in der Assenheimer Bahnhofstraße modernisiert werden und das im Rückbereich liegende Gelände einer baulichen Nutzung zugeführt werden kann. Die im vorhandenen Haus befindlichen Wohnungen entsprächen weder den baulichen noch den thermischen Anforderungen an den sozialen Wohnungsbau und dessen Standards.

Aus der Sicht der Grünen ist das bestehende Gebäude abzureißen und durch Einbeziehung des gesamten Grundstücks zwischen Bahnhofstraße und Schlesienring im sozialen Wohnungsbau neu zu erschließen. Markus Nikleniewicz (Grüne) führte aus, das Gebäude müsse dringend ertüchtigt werden. Der Magistrat soll ermitteln, was ein Abriss und erweiterter Neubau und was eine Sanierung mit Anbau kosten würden. Zum Schlesienring hin ist noch viel Platz vorhanden. Der Magistrat soll nun die Kosten für Sanierung und Neubau vergleichen.

Ein zweiter Antrag der Grünen widmete sich den Friedhöfen. Der Magistrat soll beauftragt werden, ein Konzept zur Umgestaltung der städtischen Friedhöfe vorzulegen. Immer wieder würden von Bürgern die Gestaltung der Friedhöfe reklamiert, besonders diverse »Fallstricke«, heißt es im Antrag. Was damit gemeint ist, wurde von den Grünen nicht näher erläutert. Die vorhandenen Flächen sollten mit Bäumen, Sträuchern und Sitzgelegenheiten erweitert werden. Besonders sei auf den behindertengerechten Ausbau zu achten. Eine Umgestaltung könne dazu beitragen, die Besucher zum längeren Verweilen einzuladen. So könnten parkähnliche Begegnungsstätten entstehen. Vereinbart wurde, dass die Friedhöfe der Stadt der Reihe nach besichtigt werden sollen.

Trauungen im Alten Amtshaus

Ein dritter Antrag der Grünen bezog sich auf das Verkehrsmessgerät. Der Magistrat soll beauftragt werden, die vorhandene Anlage in der Bruchenbrücker Straße in beiden Fahrtrichtungen in der Höhe der Einmündungen Hohlweg und Wingertstraße zu montieren und die Messergebnisse vorzulegen. Außerdem sollte ein Jahresplan für die vorgesehenen Messungen im gesamten Stadtgebiet erstellt werden.

Die Anwohner der Bruchenbrücker Straße empfänden die Fahrgeschwindigkeiten als zu hoch, sagte Nikleniewicz. Er riet zu einer Auswertung der vorhandenen Daten. Problematisch seien auch die Nieder-Wöllstädter Straße am Schulsteg und die Burg-Gräfenröder Straße.

Dr. Dirk Schneider vom Dorferneuerungsverein Kaichen erläuterte das Nutzungskonzept für das Amtshaus in Kaichen, das zurzeit saniert wird. Eine kombinierte private und öffentliche Nutzung ist seit 2015 vorgesehen. Oben sind zwei Wohnungen geplant, unten zwei öffentliche Räume. Diverse Vereine wurden auf ihr mögliches Interesse an einer Nutzung angesprochen. Die Aktion soll wiederholt werden. Vereinsnutzungen sollen kostenfrei sein, private Nutzungen nicht. Unten sollen Trauungen möglich sein. Nach derzeitigem Stand liegen die Kosten bei 1,4 Millionen Euro.

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