Wetterau

Große stilistische Bandbreite

Das festliche Sonntagskonzert des Musikvereins Harmonie überraschte mit einem vielfältigen Programm, das durch viele Stile und Jahrhunderte führte. Wie Ortsvorsteher Rainer Schaub bei der Begrüßung sagte, stellt das Blasorchester die Rosbacher Stadtkapelle. Die anwesenden Kommunalpolitiker und Bürgermeister Steffen Maar wurden deshalb von ihm freundlich, aber bestimmt daran erinnert, dass sich mehrere Rodheimer Vereine über neue Übungsräume freuen würden. Wie Maar am Rande der Veranstaltung einräumte, würde auch er sich über die Verwirklichung der Idee eines »Musikhauses« freuen, doch stünden rund ein Dutzend anderer wichtiger Stadtentwicklungsprojekte an. Daher sei eine Realisierung wohl erst in späterer Zukunft möglich.
18. November 2019, 20:28 Uhr
Sybille Ullrich

Das festliche Sonntagskonzert des Musikvereins Harmonie überraschte mit einem vielfältigen Programm, das durch viele Stile und Jahrhunderte führte. Wie Ortsvorsteher Rainer Schaub bei der Begrüßung sagte, stellt das Blasorchester die Rosbacher Stadtkapelle. Die anwesenden Kommunalpolitiker und Bürgermeister Steffen Maar wurden deshalb von ihm freundlich, aber bestimmt daran erinnert, dass sich mehrere Rodheimer Vereine über neue Übungsräume freuen würden. Wie Maar am Rande der Veranstaltung einräumte, würde auch er sich über die Verwirklichung der Idee eines »Musikhauses« freuen, doch stünden rund ein Dutzend anderer wichtiger Stadtentwicklungsprojekte an. Daher sei eine Realisierung wohl erst in späterer Zukunft möglich.

Das Programm startete mit dem Projektorchester: Die kleine Gruppe Musikbegeisterter hatte sich nach den Sommerferien getroffen, um das gemeinsame Musizieren im Blasorchester auszuprobieren. Unter der musikalischen Leitung von Eva Morgenstern hatten sie ein fetziges Programm zusammengestellt. Unter dem Motto »We love music« wurden in nur zehn Probeterminen für zwei Saxofone, drei Querflöten, zwei Klarinetten und je ein Cochon, Fagott und eine Posaune das »supercalifragilisticexpialidocious« von Robert B. Sherman, »Funky Town« von Steven Greenberg sowie das moderne Stück »Havana« von Camila Cabello einstudiert.

Die Zuhörer erschaudern

Das Hauptorchester unter der Leitung von Andreas Schaller eröffnete sein umfassendes Programm mit dem italienischen Flair des »Florentiner Marsch« von Julius Fucik. Dann startete eine Tour durch die Jahrhunderte, die sowohl Glenn Miller, Frank Sinatra und die Musik der 80er aufleben ließen. Die hervorragenden Qualitäten der fast 30 Musiker rissen die Zuhörer mit. Die jungen Orchestermitglieder lieferten wertvolle Zusatzinformationen über die Komponisten und Stücke. Vor der Pause sorgte die »Finale Farewell Symphony« von Joseph Haydn mit einem immer kleiner werdenden Orchester für Lacher.

Die eindrückliche Musik des Stücks »And Still the Spirit«, das über das Leben und Sterben der Mammutbäume berichtet, ließ die Zuhörer erschaudern und brachte ein politisch aktuelles Thema in den Vortrag. Die stilistische Bandbreite des Stücks »Queen in concert« - von Hard Rock bis Disco - sowie Auszüge aus dem Musical »Hair« sorgten dagegen für ausgelassene Stimmung. Das Publikum freute sich über einen hochwertigen Musikgenuss. Zum Abschied bedankte sich das Orchester für die Standing Ovations mit der augenzwinkernden Zugabe »Guten Abend, gute Nacht«.

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