Immer wieder brandete in der voll besetzten Dankeskirche Applaus auf. Sänger, Solisten und Musiker des Konzertes »Gesang ohne Grenzen« trafen den Geschmack ihres Publikums. Zuvor hatte Bürgermeister Klaus Kreß gemeinsam mit den Besuchern zum Konzert »Gesang ohne Grenzen« Sänger, Solisten und Chorleiter aus den Niederlanden und der Kurstadt begrüßt. Mit Blick auf die 80 von insgesamt 120 Sänger des Nederlands Concert Mannenkoor ermunterte das Stadtoberhaupt die Männer im Wetteraukreis, die 14 Sänger des Regenbogenchores und ihre 34 Sängerinnen zu verstärken. Bezugnehmend auf den Titel »Gesang ohne Grenzen« sagte das Stadtoberhaupt: »Das ist eine Botschaft, die Respekt verdient und ein Zeichen gegen Intoleranz setzt.«

Danach hatten die beiden Chöre das Wort. Gemeinsam interpretierten sie vielstimmig wie einfühlsam »Halleluja« von Leonard Cohen und »Dank sei dir, Herr« von G. F. Händel. Mit beiden Titeln markierten sie die stilistische Bandbreite des Programms. Die Reise durch die Epochen und Musikstile inspirierte und beflügelte die beiden Chöre und ihre Solisten sowie die Zuhörer. Das breit gefächerte Repertoire aus geistlicher und weltlicher Musik erlaubten allen die Bandbreite ihrer Kunst darzubieten. Die Sänger des Nederlands Concert Mannenkoor hatten mit Chorleiter Jimco Zijlstra so unterschiedliche Werke einstudiert wie das »Abendlied« von Joseph Rheinberger, den Spiritual »Nobody knows the trouble I’ve seen« mit Solist Folkert Vreeken, und Teile aus der berühmten Geschichte des Pariser Aufstands aus dem Musical »Les Misérables«. Obwohl die meisten Konzertbesucher die auf Niederländisch gesungenen Texte des Gastchores nicht verstanden, tat dies dem Genuss keinen Abbruch. Wieder einmal zeigte sich, dass die Sprache der Musik international ist, Töne und Melodien Worte ersetzen.

The Doors treffen Mercury

Emotionen und Stimmungen des Repertoires wie Hoffen, Bangen, Freuen transportierten die beiden Chöre so differenziert wie sensibel. Michael Weber und der Regenbogenchor knüpften zum Konzerthaus Dankeskirche Bezüge mit Titeln wie der lateinischen Motette »Locus iste« (Dieser Ort) von Anton Bruckner für einen vierstimmigen gemischten Chor a cappella und dem geistlichen Lied »The long day closes« von Arthur Sullivan. Der düsteren Atmosphäre des The-Doors-Titels »Riders on the Storm« setzten die Regenbogenchorsänger mit dem durch Louis Armstrong populär gewordenen Hit »What a wonderful world« einen Hoffnung spendenden Lichtblick entgegen. Sichtlich Spaß hatte der gemischte Chor aus der Kurstadt unter anderem bei der Interpretation des Freddie-Mercury-Hits »Don’t stop me now«. A cappella im Arrangement von Oliver Gies zu hören, wird das eher selten dargeboten. Die Sänger des renommierten Männerchores aus dem Amateurbereich, die aus allen Teilen der Niederlande kommen, wurden instrumental von zwei Solisten begleitet.

Jan Lenselink am Flügel und André van Vliet an der Orgel gelang es, die jeweiligen Emotionen der Stücke genauso unmittelbar und fokussiert wie der Chor selbst zum Klingen zu bringen. Der Nederlands Concert Mannenkoor und der Regenbogenchor Bad Nauheim begeisterten ihre Zuhörer mit ihrem voller Elan und Vitalität vorgetragenen musikalischen Können.

Der Männerchor unter Leitung des populären Komponisten und Arrangeurs Jimco Zijlstra verabschiedete sich von seinen Bad Nauheimer Fans mit dem auf Englisch und Spanisch gesungenen Aufruf »Eres tú« von Juan Carlos Calderón.

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