02. April 2019, 21:18 Uhr

Goethes Faust nun mit 20 Werken

02. April 2019, 21:18 Uhr

Im November präsentierte der Künstler Kurt Schönewolf im Burggymnasium erstmals seinen zwölfseitigen Bilderzyklus zu Goethes Theaterstück »Faust«. Die Ausstellung stieß auf großes Interesse und wurde schließlich verlängert. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz befasste sich Schönewolf nochmals mit der Thematik. Entstanden sind nun weitere Bilder, die den Zyklus ergänzen. Die erweiterte Ausstellung wurde am vergangenen Freitag im Verwaltungstrakt des Burggymnasiums eröffnet.

»Acht weitere Bilder sind in den letzten sechs Monaten entstanden«, sagte Schönewolf. »Das Bild Nummer 20 habe ich im Vorfeld nicht angekündigt, es ist eine Überraschung.« Auf dem letzten der nun 20 Bilder, den »Bergschluchten«, beschreibt Schönewolf die Schlussszene, wie am Ende Fausts Seele von Engeln entführt wird. In immer höhere Regionen, höhere Atmosphären schweben die Engel mit Fausts Seele. »Diesen Gedanken des immer Höheren greift das Bild auf«, sagte Schönewolf. »Eine Theaterkulisse brachte mich auf die Idee.«

Als Lehrer für Deutsch und Politik hat Schönewolf 24 seiner 38 Berufsjahre in Friedberg unterrichtet. Seine malerischen Fähigkeiten kamen bereits während dieser Zeit der Schule zugute, unter anderem gestaltete er Kulissen für Musicals. Seine Leidenschaft für die Malerei, für französische Impressionisten, besonders für Claude Monet, entdeckte der Bad Nauheimer schon vor gut 50 Jahren. Mit seiner aktuellen Ausstellung hat Schönewolf ein Konzept entwickelt, das zugleich bei Kunstinteressierten und Schülern Beachtung findet.

»Auch mich hat es ›faust-dick‹ erwischt«, sagte Ute Optenkamp, die für die Schulleitung ein Grußwort sprach und lobende Worte fand. Viele Gäste waren der Einladung zur Eröffnung gefolgt und nahmen den erweiterten Zyklus beeindruckt in Augenschein.

Mephistos unsichtbare Hand

In Szene gesetzt hat Schönewolf neben den Bergschluchten auch den berühmten Osterspaziergang. Hier preist Faust die erwachende Natur im Frühling. Ein weiteres Bild zeigt Faust und Valentin und dokumentiert den ungleichen Kampf, geht Mephisto hier doch unsichtbar Faust zur Hand. Alle 20 Werke seien keine Illustrationen zu Goethes »Faust«, sondern Allegorien, erklärte Schönewolf. Die Inhalte sinnbildlich umzusetzen, resultiere aus den vielen Sinnbildern, die Goethe in seinem Werk angelegt habe.

Neben den Bildern sind bewusst kurz gehaltene Kommentare zu finden, welche dem Betrachter die zentralen Aspekte und Gedanken der jeweiligen Szene näherbringen sollen. Gerahmt wurden die Bilder von Kirsten Rühs (Bad Nauheim). Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Schule betrachtet werden.

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