20. April 2018, 19:22 Uhr

Ginkgo-Baum gepflanzt

20. April 2018, 19:22 Uhr
Ab in die Erde: Der Ginkgo wird am Sportplatzeck eingepflanzt. (Foto: udo)

Der zum 1200-jährigen Ortsjubiläum Ilbenstadts vom Obst- und Gartenbauverein gestiftete Ginkgo-Baum wurde von Mitgliedern des Vereins am Freitagmorgen vor dem Hang am nordwestlichen Eck des Sportplatzes gegenüber der Klostermauer gesetzt.

Der Ginkgo steht damit an der prominenten Stelle auf dem Kindergarten-, Schul- und Kirchweg, die bis vor acht Jahren ein alter Walnussbaum einnahm. Mitarbeiter des Bauhofs hoben die Erde aus und bewässerten den Setzling mit Wasser aus einem nahen Hydranten. Um den Baum zu schützen, sollen vor ihm noch mehrere schwere Findlinge angebracht werden.

Von Japan nach Europa

Der Ginkgo ist in China zu Hause und gilt als lebendes Fossil. Ginkgo-Gewächse gehören weder zu den Nadel- noch zu den Laubbäumen, sondern bilden eine eigene Gruppe. Den Ginkgo-Baum brachten Seefahrer im frühen 18. Jahrhundert von Japan nach Europa. Er kann über 1000 Jahre alt werden und eine Höhe von 40 Metern erreichen. Junge Bäume wachsen schlank, ältere bilden eine ausladende Krone. Das Holz ist für Schnitzarbeiten gut geeignet.

Das Ortsjubiläum wird in diesem Jahr gefeiert, weil Ilbenstadt am 10. April 818 in der Urkunde Nummer 3373 des Lorscher Kodex erstmals urkundlich erwähnt wird. Burchart in Ilbenstadt im Niddagau übereignete in der Regierungszeit Kaiser Ludwigs des Frommen eine Hofreite und eine Hube (die bewirtschaftete Fläche einer Hofstelle, etwa 30 Morgen) an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht. Der römische Soldat Nazarius trat zum Christentum über und starb wohl um 304 den Märtyrertod. Dem Reichskloster Lorsch wurden zahlreiche Gaben zuteil, die Nazarius gewidmet wurden.

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