20. Februar 2019, 19:04 Uhr

»Gib alles, für alles«

Die Filme, in denen Pasquale Aleardi gespielt hat, sind sehr bekannt. »Das Pubertier«, »Honig im Kopf«, im Tatort oder in der Dupin-Reihe. Weniger bekannt ist sein musikalisches Talent. Zusammen mit zwei Freunden hat er »Die Phonauten« gegründet. Sie spielen »Antidepressionsmusik«. Wie die klingt, ist am Samstag in der Alten Mühle in Bad Vilbel zu erleben.
20. Februar 2019, 19:04 Uhr
Wenn Pasquale Aleardi gerade nicht für internationale Produktionen vor der Kamera steht, macht er Musik. (Fotos: dpa/pm)

Sie sind ein international gefragter Schauspieler. Wer sind Ihre Vorbilder?

Pasquale Aleardi: Mich haben viele Schauspieler inspiriert. Ich liebe die Schwarz-Weiß-Film-Ära. Aus dieser Zeit sind es vor allem Marlon Brando, James Stewart und Henry Fonda. Aus der neueren Zeit sind es Al Pacino, Robert De Niro, Russell Crowe und Denzel Washington, der großartig ist.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf als Schauspieler?

Aleardi: Die Abwechslung. Es ist immer eine neue Herausforderung, den Menschen, den man verkörpern soll, kennenzulernen. Und, wenn es einem gelingt, die Dinge zu leben und zu fühlen, die man spielt.

Wann haben Sie Musik und Gesang für sich entdeckt?

Aleardi: Musik habe ich mit elf Jahren, Gesang mit 17 Jahren für mich entdeckt. Ich war beeindruckt von Soul-Sängern und Motown-Künstlern.

Spielen Sie ein Instrument?

Aleardi: Ja, Klavier. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Wer ist Ihr Lieblingskomponist, Sänger, oder Band?

Aleardi: Da gibt es viele. Ich nenne Ihnen eine kleine Auswahl. In der Klassik ist es bei den Komponisten Mozart. In der Neuzeit sind es Giovanni »Nino« Rota, Ennio Morricone und John Towner Williams. Bei den Sängern ist es James Brown, bei den Bands »Earth, Wind & Fire«.

Bei welcher Art von Musik entspannen Sie?

Aleardi: Bei klassischer Musik und Filmmusik.

Wie und wo entspannen Sie am besten?

Aleardi: Beim Klavierspielen und Improvisieren, beim Spazierengehen mit Filmmusik und mit meinen beiden Kindern.

Wie definieren Sie ihre »Antidepressionsmusik«, die Sie am Samstag in der Bad Vilbeler Alten Mühle präsentieren?

Aleardi: Du kommst vielleicht traurig ins Konzert rein, aber du gehst garantiert wieder glücklich raus.

Wie sind Sie auf den Konzerttitel gekommen?

Aleardi: Die Lieder transportieren Witz und Ironie, zielen vor allem darauf ab, interaktiv mit dem Publikum zu agieren und eine möglichst gute Zeit miteinander zu verbringen.

Wer hat die Lieder komponiert und die Texte geschrieben?

Aleardi: Alles sind Eigenkompositionen und Texte von uns drei, den »Phonauten«.

Sind Sie empfänglich für Winterblues?

Aleardi: Vor einigen Jahren schien die Sonne von Oktober bis März nie durch die Wolkendecke. Das war selbst für mich zu viel. Es ist lange her, aber seitdem kenne ich den Winterblues.

Sind Sie eher introvertiert oder eher extrovertiert?

Aleardi: Phasenweise beides. Beruflich habe ich gelernt, meine introvertierte Seite anders zu nutzen.

Welches Talent hätten Sie gerne?

Aleardi: Mathematik und handwerkliches Geschick.

Sie leben mit ihrer Familie in Berlin. Was gefällt Ihnen an dieser Stadt?

Aleardi: Berlin bietet ein großes kulturelles Angebot. Die vielen Möglichkeiten, die man in dieser Stadt hat, sind für mich ein Inbegriff von Freiheit. Man kann etwas in Anspruch nehmen, wenn man will, aber muss es nicht. Das ist für mich Freiheit.

Sie sind als Sohn griechisch-italienischer Emigranten in der Schweiz dreisprachig (Deutsch, Italienisch und Griechisch) aufgewachsen, sprechen mit Englisch, Französisch und Schweizerdeutsch sechs Sprachen. In welcher träumen Sie?

Aleardi: Das hängt davon ab, wo ich gerade bin, welche Sprache ich spreche. In dieser träume ich dann.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Aleardi: Ja. Gib alles, für alles!

Worauf freuen Sie sich in Bad Vilbel?

Aleardi: Auf möglichst viele Zuschauer, die uns und unsere Musik kennenlernen wollen. Ich singe und spiele Melodica, Jörg und Marc Querflöte, Bass, Gitarre und Schlaginstrumente. Wir drei sind ein kleines, virtuoses Orchester.

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