11. April 2019, 17:00 Uhr

Mehr Firmen

Gewerbegebiet an der Rosbacher Südumgehung wird erweitert

Das Gewerbegebiet an der K11-Südumgehung wird bis zur Bahnlinie erweitert. Das Parlament gab nun grünes Licht für den zweiten Bauabschnitt – was den Nachbarn aus Friedrichsdorf nicht passt.
11. April 2019, 17:00 Uhr
Zwischen der Südumgehung, dem bestehenden Gewerbegebiet und der Bahnstrecke gibt es bald viel Platz für Firmen. (Foto: lh)

Manch ein Beobachter (und auch eine gute Anzahl der Mitglieder von Parlament und Magistrat) wünschte sich, dass sich die Steilvorlage, mit der Rosbachs neuer Bürgermeister Steffen Maar (parteilos, von CDU unterstützt) in die Stadtverordnetenversammlung ging, nicht als Eintagsfliege herausstellen möge. Nur sieben anstelle der sonst üblichen fast 30 Punkte standen am Dienstag auf der Tagesordnung.

Außer der Genehmigung des letzten Protokolls hatten nur drei Punkte einer Abstimmung bedurft: Der Beschluss zum Bauleitverfahren des Gewerbegebiets Südumgehung Ost (2. Bauabschnitt), die Wahl für die Vertretung der Stadt Rosbach für die Verbandskammer des Regionalverbandes Frankfurt-Rhein-Main und der FDP-Antrag wegen der mehrfachen und unterschiedlichen Schreibweise der französischen Partnerstadt Saint-Germain-lès-Corbeil durch die Stadt Rosbach.

Ganz vorne: Bürgermeister Steffen Maar nimmt Platz neben Stadtverordnetenvorsteherin Regina Karehnke. (Foto: lh)
Ganz vorne: Bürgermeister Steffen Maar nimmt Platz neben Stadtverordnetenvorsteherin Regin...

Der Beschluss zum Bauleitverfahren wurde ohne Aussprache einstimmig angenommen, als Vertreter in der Verbandskammer wurde Steffen Maar als Nachfolger für seinen Amtsvorgänger Thomas Alber benannt, und der FDP-Antrag nahm wegen der höchst ausführlichen Begründung erheblich mehr Zeit in Anspruch als der ganze übrige Abend. (Fast) einig war man sich, die Schreibfehler – zum Beispiel auf Straßenschildern – zu korrigieren. Bei der Forderung, die Rechtmäßigkeit der Verwendung von Bezeichnungen wie »Rue« (für die französische Partnerstadt) oder »Ulica« (für die polnische Partnerstadt) anstelle des deutschen Wortes »Straße« überprüfen zu lassen, ließ das Parlament die Freien Demokraten abblitzen. Manche vermuteten hinter dem Antrag sogar einen Aprilscherz – war er doch genau am 1. April im Rathaus als »eingegangen« abgestempelt worden. Eingereicht habe man ihn aber schon am 31. März, wurde betont.

 

Keine archäologisch relevanten Funde zu erwarten

Zur östlichen Erweiterung des Gewerbegebiet an der Südumgehung (bis zur Bahnstrecke) hatte das Parlament den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan bereits am 12. Juli 2016 gefasst. Vorangegangen war eine frühzeitige Träger- und Öffentlichkeitsbeteiligung. Wie aus den Antworten hervorgeht, sind keine archäologisch relevanten Funde zu erwarten. Es werden Ersatzflächen für Zauneidechse, Feldlerche (Blühstreifen) und Gartenrotschwanz angelegt und Nistkästen für Vögel und Fledermäuse aufgestellt. Die von Hessen Mobil geforderte Überarbeitung der verkehrstechnischen Untersuchung ist laut Maar beauftragt und wird bis zum zweiten Beteiligungsverfahren vorliegen.

Das Plangebiet wurde im Nordosten im Bereich des Anschlusses an die Ottostraße und im Südosten im Bereich des Regenrückhaltebeckens erweitert. Die Umlegungsverträge, in denen die Bedingungen mit den Grundstückseigentümern geregelt werden, sind bis auf drei abgeschlossen. Für die noch ausstehenden Verträge gibt es ein grundsätzliches Einvernehmen, es sind laut Maar nur noch Details zu klären.

Kritik kam im Verfahren von der Stadt Friedrichsdorf, die neue Gewerbegebiete in Rosbach wegen des zusätzlichen Verkehrs ablehnt. Die A5-Anschlussstelle sei ohnehin überlastet, nicht selten gebe es Rückstaus bis nach Köppern.

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