Wetterau

Geschlossen für Becker-Bösch

Die Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch ist mit einem guten Ergebnis von der Wetterauer SPD als Erste Kreisbeigeordnete nominiert worden. Beim Parteitag in Ranstadt stimmte lediglich einer der 114 Delegierten gegen die derzeitige Sozialdezernentin, die bei der Landrats-Stichwahl gegen CDU-Kandidat Jan Weckler verloren hatte. Es gab zwei Enthaltungen. Der Posten der hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten steht der SPD laut Koalitionsvertrag mit der CDU zu.
04. Mai 2018, 20:31 Uhr
David Heßler
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Stephanie Becker-Bösch (l.) mit der SPD-Vorsitzenden Lisa Gnadl, die im Wahlkampf ihr drittes Kind erwartet. (Foto: pv)

Die Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch ist mit einem guten Ergebnis von der Wetterauer SPD als Erste Kreisbeigeordnete nominiert worden. Beim Parteitag in Ranstadt stimmte lediglich einer der 114 Delegierten gegen die derzeitige Sozialdezernentin, die bei der Landrats-Stichwahl gegen CDU-Kandidat Jan Weckler verloren hatte. Es gab zwei Enthaltungen. Der Posten der hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten steht der SPD laut Koalitionsvertrag mit der CDU zu.

Mit Rouven Kötter und Natalie Pawlik wurden beim Unterbezirksparteitag zudem zwei stellv. Vorsitzende gewählt. Sie übernehmen die durch den Rücktritt von Joachim Arnold und Stefan Lux frei gewordenen Positionen an der Seite von Lisa Gnadl, die sich im November in einer Kampfabstimmung gegen Kötter durchgesetzt hatte.

»Mit Stephanie Becker-Bösch hatten wir schon bisher eine Sozialdezernentin, die hart für die Wetterauerinnen und Wetterauer gearbeitet hat, durch die Nominierung zur Ersten Kreisbeigeordneten haben wir deutlich gemacht, dass die SPD hinter ihr und ihrer Arbeit steht«, sagt Gnadl, die den Genossen zu Beginn mitgeteilt hatte, wieder schwanger zu sein. Anfang Oktober – mitten im Landtagswahlkampf – erwartet sie ihr drittes Kind. In einer kämpferischen Rede schwor Gnadl ihre Partei ein. »19 Jahre CDU-Regierung sind genug! Wir brauchen endlich wieder eine sozialdemokratisch geführte Regierung, die die Dinge in Hessen anpackt.« Sei es beim Ausbau der Infrastruktur, gebührenfreien Kitas oder bei der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum.

Beim Parteitag bat der Betriebsratsvorsitzende Hans-Peter Kopp von Continental in Karben um Hilfe. Beim Autozulieferer seien 160 der 800 Stellen in der Stammbelegschaft bedroht; ebenso weitere 300 Menschen mit Werkverträgen. Daraufhin wurde eine Resolution verabschiedet, in der die SPD die Stellenstreichungen verurteilt.

Weiter setzt sich die SPD für die Wiederinbetriebnahme des Kreis-Jugendgästehauses »Hubertus« und für eine Zweigstelle der Ausländerbehörde in Büdingen ein. Auch das Wahlalter ab 16, das bedingungslose Grundeinkommen oder die Erneuerung der SPD waren Themen in der Antragsdebatte.

Lukas Dittrich führt Jusos an

Auch die Wetterauer Jusos haben einen neuen Vorstand. Bei der Jahreshauptversammlung in Bad Nauheim wurde Lukas Dittrich als neuer Vorsitzender gewählt. Er attestierte den Jusos, in der Erneuerungsdebatte der Wetterauer SPD eine entscheidende Rolle gespielt zu haben. »Dafür müssen wir auch in Zukunft lauter und unbequemer sein, wenn wir unsere Vision einer solidarischen Gesellschaft einbringen wollen«, fordert der Niddataler von seinen Mitgliedern.

Bei der Sitzung wurden Franziska Linhart (Limeshain), Reyhan Demir (Friedberg) und Axel Nieslony (Bad Vilbel) als seine Stellvertreter gewählt. Neuer Kassierer ist Luca Bauer (Friedberg). Wichtig sei weiterhin die Arbeit gegen rechts, zusammen mit Kooperationspartner der Antifa-BI.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Geschlossen-fuer-Becker-Boesch;art472,427491

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