04. Januar 2019, 21:11 Uhr

Gelungene Inklusion

04. Januar 2019, 21:11 Uhr

Fähigkeiten und Talente besitzt jeder Mensch – mit oder ohne Behinderungen. Doch Menschen mit Behinderungen haben selten Gelegenheit, ihr Können zu zeigen – besonderes im Bereich Arbeit. InkA Wetterau setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen die Chance bekommen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Drei regionale Arbeitgeber haben sich im Rahmen von Schülerpraktika auf inklusive Arbeit eingelassen.

Ein positives Fazit zieht Axel Mensinger, Geschäftsführer des Zweiradcenters Mensinger in Bad Nauheim: »Moritz hat sich als echte Bereicherung erwiesen. Er konnte nach entsprechender Anleitung viele Aufgaben übernehmen und meine Mitarbeiter richtig unterstützen. Neue Fahrräder zusammenbauen oder Reifen wechseln – für Moritz kein Problem. Sein handwerkliches Geschick, seine große Leidenschaft für Fahrräder und seine riesige Motivation – all das hat uns sehr beeindruckt«, fasst Mensinger zusammen.

Julia absolvierte drei Monate ein berufsvorbereitendes Schülerpraktikum im Bereich Hauswirtschaft in der Senioren Residenz Bad Nauheim. »Die Arbeiten wurden so strukturiert, dass Julia nach ausreichende Einarbeitungszeit Aufgaben selbstständig in ihrem Tempo übernehmen konnte. Dazu gehörten etwa das Austeilen der Wäsche, Handtücher falten, Austeilen und Einsammeln von Essen und Getränken und Spülmaschine ein- und ausräumen«, sagt Julias Ansprechpartnerin. »Wir freuen uns sehr, dass Julia Teil unseres Teams geworden ist«, ergänzt Pflegedienstleitung Ramona Michaux.

Dass in einem Praktikum nicht immer alles perfekt laufen muss, zeigen die Erfahrungen des Achtklässlers Viktor. Er absolvierte ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in einer Küche. »Wir haben uns im Vorfeld zusammen mit Viktors Lehrern und der InkA Wetterau überlegt, mit welchen Tätigkeiten wir Viktor betrauen könnten. Sehr kleinschrittige Aufgaben waren notwendig. Er benötigte er mehr Unterstützung, als wir erwartet haben«, berichtet der Arbeitgeber. Durch das Anpassen einiger Arbeiten konnten Viktor, die Kollegen und der Arbeitgeber dann aber gute inklusive Erfahrungen sammeln.

Betriebe offen für Neues

»Kontakte zu Menschen mit Behinderungen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ihnen sind ein wichtiger Schritt hin zu einer Haltungsänderung. Erfolgreiche Teilhabe an Arbeit setzt eine Haltungsänderung voraus«, sagt Jochen Rolle, Geschäftsführer der InkA Wetterau, der sich über die Bereitschaft und die Offenheit der Betriebe freut, sich auch zukünftig auf inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten einzulassen.

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