18. Juli 2019, 18:56 Uhr

Geliefert wie bestellt

18. Juli 2019, 18:56 Uhr
Laster, wohin man schaut: Die Zahl der Nutzfahrzeuge im Wetteraukreis ist auf 10 737 gestiegen. (Symbolfoto: dpa)

Die Zahl der Nutzfahrzeuge hat 2019 bundesweit einen neuen Rekord erreicht: 3,15 Millionen davon - etwa Laster, Lieferwagen, Omnibusse oder Krankenwagen - sind in Deutschland unterwegs. Im Wetteraukreis sind es 10 737 Fahrzeuge aller Gewichtsklassen, wie die Auswertung der neuesten Bestandsanalyse des Kraftfahrtbundesamtes für 2019 ergibt. Das sind 404 mehr als im Vorjahr. 2015 waren es noch 9304 gewesen.

Die 803 Lkw über 12 Tonnen, die im Wetteraukreis registriert sind, sind Teil des Logistiksystems, das die ganze Region versorgt. Aber zahlenmäßig sind die schweren Lkw Leichtgewichte im Vergleich zu dem, was unter 12 Tonnen und speziell unter 3,5 Tonnen unterwegs ist: Die schweren Lkw und Lastzüge machen in der Wetterau gerade mal 7,48 Prozent des Nutzfahrzeugbestandes aus.

Insgesamt 9931 Nutzfahrzeuge der kleinen Klassen bis 12 Tonnen sind da eine andere Hausnummer. Im Kreis machen dabei die 8876 Nutzfahrzeuge von unter 2,8 bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht rund 82,7 Prozent aus. Die Fahrzeugmodelle über 3,5 Tonnen und bis 12 Tonnen stellen mit 1055 Fahrzeugen 1,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Fahrzeuge in der Klasse bis 3,5 Tonnen um 417 (4,9 Prozent). Bei den Typen zwischen 3,5 und 12 Tonnen sank die Zahl um 34 (3,1 Prozent)

Lastenrad als Heilsbringer?

Unterm Strich haben Nutzfahrzeuge derzeit einen »Anteil von über 70 Prozent an der Transportleistung und bilden damit das Rückgrat unseres Verkehrs- und Wirtschaftssystems«, hieß es vergangenes Jahr bei der IAA Nutzfahrzeuge von den Herstellern. Doch gibt es derzeit auch Bestrebungen, die Zahl der Nutzfahrzeuge in den Städten zu verringern. Im Lastenrad liegt dabei für die Befürworter der Verkehrswende das Heil. Eine Pizza per Pedes oder Pedelec statt per Fiat oder Vespa zu transportieren, ist kein Problem. Die gesammelten Online-Handel-Bestellungen, die in den Kreis strömen, auf Lastenräder zu laden, ginge im Prinzip auch. Nur hat ein Lastenrad eine Maximalzuladung von 300 Kilo, ein Lieferwagen je nach Größe das Zwei- bis Vierfache. Sprich: Für alles, was heute ein Lieferwagen mit einem Fahrer bringt, müssen dann zwei, drei, vier Radler her. Ginge man davon aus, dass alle Klein-Lkw durch Lastenräder ersetzt werden, stellt sich die Frage, ob 29 000 davon die Straßen weniger verstopfen würden.

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