30. Juni 2017, 20:17 Uhr

»Gehirnwäsche« für die Sprache

30. Juni 2017, 20:17 Uhr
Auch Jonglage gehört zu dem Theaterstück, das in englischer Sprache darbgeboten wird.

»How do you do?«, fragt Mr. Arto Mister. »Hau du«, versteht Herr Zopp und folgt der Aufforderung – patsch! Mr. Arto Mister ist sauer, stellt aber seine Frage erneut: »How do you do?« Herr Zopp missversteht ihn ein weiteres Mal, und wieder wird Mr. Mister geschlagen. Die Missverständnisse aufgrund der Sprache, Herr Zopp ist Deutscher, Mr. Arto Mister Engländer, setzen sich noch eine Weile fort, bis Mr. Arto Mister eine »brain-wash-machine« hervorzaubert: Ein blauer Eimer mit Aussparung fürs Gesicht wird auf den Kopf gesetzt, gedreht, und schon kann Herr Zopp Englisch verstehen und fließend sprechen.

Nach der »Gehirnwäsche« spielt sich das Theater auf Englisch ab. Die Dritt- und Viertklässler der Philipp-Dieffenbach-Schule haben keine Schwierigkeiten, alles zu verstehen, denn dies ist das Konzept der Protagonisten: Sprache in die Lebenswelt der Kinder integrieren, erfahrbar machen und zeigen, dass nur wenige Vokabeln genügen, um sich verständlich zu machen. Zudem konnten die Kinder mit Materialien im Englisch-Unterricht auf die Aufführung vorbereitet werden. Eigentlich treffen sich die beiden Clowns nur zufällig zur gleichen Zeit auf derselben Bühne. Sie haben sich zu einem Wettbewerb angemeldet: »Der beste Clown für die Queen«. Nach einigen Zankereien darum, wer beginnen soll, bestimmen die Organisatoren, realisiert durch eine Stimme aus dem Off, dass beide gleichzeitig ihre Künste präsentieren mögen. Aber halt, da fehlt doch was! Die Queen und ihre Familie. Für Queen, husband und dog finden sich Darsteller im Publikum, und schon kann es losgehen. Herr Zopp und Mr. Arto Mister beweisen ihr Können bei Jonglage-Einlagen, halsbrecherischen Darbietungen und mit dem Einrad.

In den letzten zehn Minuten können die Kinder dem Engländer Fragen stellen. Dabei wird offensichtlich, dass schon nach einem halben Jahr Englisch-Unterricht Fragen nach dem Alter, den Familienverhältnissen, den Hobbies und vielem mehr gestellt und verstanden werden.

Zwei Schulstunden dauerte die vom Förderverein der Schule unterstützte Vorführung im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Jubiläum. (Foto: pv)

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