14. September 2019, 18:00 Uhr

Idee Einbahnstraßenring

Gegen Auspark-Ärger in der Bad Nauheimer Parkstraße

In Sachen Verkehrsverbesserung hat sich in Bad Nauheim einiges getan, zum Beispiel Tempo 30 und Fahrradschutzstreifen. Nun plant die FDP den nächsten Streich: Ein Einbahnstraßenring soll her.
14. September 2019, 18:00 Uhr
Die Parkstraße ist von beiden Seiten befahrbar. Nach Ansicht der städtischen FDP-Fraktion sollte sich daran etwas ändern, um den Verkehr zu entlasten. (Foto: Ihm-Fahle)

Die Parkstraße als Einbahnstraße? Die Bad Nauheimer FDP-Fraktion hielte dies jedenfalls für eine gute Sache, weshalb demnächst der städtische Bauausschuss darüber beraten wird. Manch ein Autofahrer kennt es: Verzweifelte Blicke in den Rückspiegel, langes Blinken und dezentes Zurückstoßen des Wagens, um aus der Parklücke auf der Parkstraße zu kommen. Endlich erbarmt sich einer der vorbeirollenden Autofahrer und hält an, damit der Verkehrsteilnehmer herausfahren kann. Nun folgt hastiges Wenden des Ausparkenden, zumindest, wenn er wieder in Richtung Sprudelhof will. Voraussetzung ist allerdings, dass die Autofahrer, die aus Richtung Johannisberg kommen, dies auch zulassen. Manch einer war deshalb schon gestresst - eventuell, weil er mit seinem Wagen warten musste, bis die Straße wieder frei war. Die FDP-Fraktion hält diesen Zustand für verbesserungswert und will etwas ändern. Fraktionsvorsitzender Benjamin Pizarro präsentierte daher in der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag in der Trinkkuranlage den Antrag, einen Einbahnstraßenring zu errichten.

»Wie wir in Gesprächen mit der Verwaltung und dem Magistrat festgestellt haben, ist hinsichtlich des Verkehrsentwicklungsplans noch einiges zu machen«, sagte Pizarro. Dies sei wichtig, um die verkehrliche Situation in der Stadt auf die Höhe der Zeit zu bringen. Schon bei den Beratungen zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 2015 habe sich die Parkstraße als wichtiges Thema herausgestellt.

»Diese Straße ist sehr stark durch den Verkehr belastet«, erklärte Pizarro. Trotz ihrer großzügigen Breite komme es immer wieder zu Beeinträchtigungen. Das liege auch an der Anordnung und Lage der Parkplätze, auf die Autos gut einfahren könnten, vor allem, sofern sie die Straße von unten kommend ansteuerten. »Es ist allerdings problematisch, rückwärts auszuparken, um die Straße wieder zurück nach unten zu nehmen. Autofahrer blockieren und behindern unweigerlich den Verkehr bei diesem Versuch.«

Es gebe Tage, an denen alles zusammenkomme und zahlreiche Kraftfahrzeuge unterwegs seien: Sei es beim Eishockey, bei Veranstaltungen im Hotel »Dolce«, beim Christkindlmarkt - oder wenn mehrere Ereignisse zusammenfielen. »Die Pkw brauchen dann sehr lange, um wieder wegzukommen«, konstatierte Pizarro. Die Wagen stünden im Stau und belasteten die Luftqualität, was gerade in der Gesundheitsstadt neben dem Kurpark nicht ideal sei. Die FDP-Fraktion halte es daher für sinnvoll, einen Einbahnstraßenring anzulegen. Besagter Ring solle auf der Parkstraße an der Kreuzung zur Kurstraße in Richtung Johannisberg beginnen. »Anschließend wird er zur Kreuzung mit der Friedrichstraße geführt.

Die Einbahnstraße führt weiter über die Friedrichstraße und über den Marktplatz. Dann wird er als Einbahnstraße über die Haupt- und Mittelstraße wieder zurückgeführt.« Nach Vorstellung der Liberalen müsste sich an Kur- und der Karlstraße nichts ändern. »Die Kurstraße bleibt als Einbahnstraße in bisheriger Form ebenso erhalten wie der Abschnitt der Karlstraße zwischen Park- und Hauptstraße.« Ein neues Konzept für Busfahrpläne müsse gegebenenfalls erarbeitet werden, doch unter dem Strich komme es sicherlich zu einer Verkehrsentlastung, sagte Pizarro. Wie Markus Theis (FW/UWG) meinte, hätten dazu sicher zahlreiche Parlamentarier eine Meinung. Ehe es zu ellenlangen Diskussionen komme, beantrage er die Überweisung in den Bauausschuss. Das Hohe Haus folgte dieser Auffassung einstimmig.

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