22. Juni 2017, 20:25 Uhr

Gefühlvoll in den Sommer

22. Juni 2017, 20:25 Uhr
Stimmgewaltig präsentiert sich der Chor »Intermezzo« beim Konzert unter der Leitung von Nils Kjellström. (Fotos: lod)

Romantische Momente, Sehnsuchtswünsche, Liebe aber auch Liebesleid standen im Mittelpunkt eines Konzerts des Chor Intermezzo am Sonntag in der katholischen Kirche. Zwei Stunden lang boten die gut 30 Sängerinnen und Sänger sowie als Gast das Jugend-Harmonika-Orchester aus Hartenrod den Besuchern eine stimmungsvolle musikalische Reise auf höchstem Niveau.

Mit den Popballaden »Files of Gold«, bekannt geworden durch die Version von Sting, und »Imagine«, der musikalischen Friedensbotschaft von John Lennon, eröffnete die Intermezzo-Sangesschar das Programm. »Stell Dir vor, all die Leute leben in Frieden« lautet eine Textzeile.

»Imagine passt in diese Zeit«, meinte denn auch Daniela Schojan, die sich in der Moderation mit Martin Pfaff abwechselte. Wie vielfältig der Chor aufgestellt ist, zeigte sich im Verlauf des Konzerts. Sicher und souverän meisterte er die schwierigen Arrangements, die zum Teil aus der Feder von Chorleiter Nils Kjellström stammen.

»Herz-Schmerz-Ecke«

Dieser führt den Chor mit seinem behutsamen genauen Dirigat sicher durch die musikalische Zeitreise. Dazu gehörten mit »April is in my mistress face« von Thomas Morley und »Come Again« zwei Kompositionen aus der Renaissancezeit. Den bunten Melodienmix der bestens aufgelegten Sängerinnen und Sänger ergänzten »Der ewige Kreis« von Elton John aus dem Musical »König der Löwen« ebenso wie die 1914 von Edward Elgar komponierte »Serenade« oder »on Music« des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten und Chorleiter Dennis Dickau.

Bei populären Kompositionen, wie »Moon River« aus dem Film »Frühstück bei Tiffany« und das bereits 1931 veröffentlichte »Dream a littel Dream on me«, das in der Flower-Power-Zeit durch die »Mamas & Papas« zum Welthit wurde, sang so mancher Besucher leise mit oder wippte im Takt dazu.

Leonard Cohens »Halleluja« passte ebenso in die »Herz-Schmerz-Ecke«(Pfaff) wie das getragene »And so it goes on« von Billy Joel. Höhepunkt des Intermezzo-Auftritts war die perfekte Interpretation von »Andiemus«, das der wallisische Komponist Karl Jenkins in einer wohlklingenden Kunstsprache 1994 für den Werbespot einer Fluglinie geschrieben hat.

Nicht enden wollte da der Applaus der Besucher. Den gab es auch für die beiden Sets des Jugend-Harmonie-Orchesters Hartenrod, einem Ortsteil von Bad Endbach. »Wir wollen Ihnen einen Einblick in die Welt des Harmonika-Spiels geben«, meinte Orchester-Leiter Kersten Seelhof, der humorvoll durch die beiden Auftritte der neun Harmonika-Spieler und eines dezent spielenden Schlagzeugers führte. Nach dem fulminösen Auftakt mit dem sakralen Werk »Dona Nobis Pacem« im Arrangement von Hardy Schneiders folgten mit dem flotten »New York, Rio, Tokio«, dem Moussette-Walzer »Es gibt nur ein Paris« und Hello Dolly« ganz unterschiedliche Musikstile. Bei mehreren Stücken griff Seelhof zum Saxofon oder Klarinette und brillierte als Instrumentalist.

Mit zwei Stücken des holländischen Komponisten Jan de Haan, der flotten »Samba Negra« und einem Gospelmedley mit »Oh Happy Day« zum Finale begeisterte das Harmonika-Orchester ein ums andere Mal. Lang war schließlich der Beifall für beide Gruppen, nachdem der Intermezzo-Chor mit den »Segenswünschen« von John Rutter die Besucher in »einen schönen Sommer« (Pfaff) verabschiedete.

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