21. Juni 2019, 18:13 Uhr

Gefährlicher Riese

21. Juni 2019, 18:13 Uhr
Die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, kommt aus dem Kaukasus und wird bis zu vier Meter hoch. Besonders für Kinder kann sie zur Gefahr werden. (Foto: dpa)

In Rosbach gibt es seit einigen Jahren Grundstücke, die mit der Herkulesstaude befallen sind. Die Herkulesstaude kann bis zu 2,5 bis 4 Meter groß werden, manchmal aber auch noch größer. Sie kann sich zu einem unangenehm wuchernden Unkraut entwickeln und verdrängt häufig geschützte heimische Arten. Sie ist für viele Tiere giftig und ihr Saft kann Hautreizungen verursachen. Ihre 30 bis 50 Zentimeter großen, weißen Blüten stehen in Dolden, welche im Juni und Juli blühen. Ausgefallene Samen sind bis zu zehn Jahre keimfähig.

Die Stadt Rosbach kontrolliert regelmäßig ihre Grundstücke und bekämpft die Pflanzen. Um die Herkulesstaude einzudämmen, sei es notwendig, auch die Bestände auf privaten Grundstücken zu bekämpfen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, heißt es von der Stadt. Zu finden ist die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, an Wegesrändern, Waldrändern und Fließgewässern. Sie wird gerne mit dem normalen Wiesen-Bärenklau verwechselt. Dieser wird aber nur circa 120 Zentimeter hoch.

Giftig für Tiere

Die Herkulesstaude sondert Saft ab, der Hautreizungen auslösen kann. Es kann zu Juckreiz, Rötung, Schwellung und Blasenbildung kommen. Betroffene sollten unbedingt die Sonne meiden. Gefahr besteht vor allem für Kinder, die mit den Pflanzen spielen, sie abbrechen und auf diese Weise Hautkontakt mit dem Pflanzensaft bekommen. Die Herkulesstaude ist ebenfalls giftig für Pferde, Rinder, Schweine, Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen.

Bei der Bekämpfung sollten immer Schutzkleidung, Schutzbrille und Handschuhe getragen werden. Von Ende Mai bis Ende Juni (vor der Blüte) sollten Blütenstand und andere Pflanzenteile bis circa 15 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten werden. Dann sollte der Wurzelstock 15 bis 20 Zentimeter unter der Bodenoberfläche durchgeschnitten werden. Nur so kann die Pflanze nicht mehr austreiben. Ab Juli, wenn schon Samen an der Hauptdolde sitzen, müssen auf jeden Fall die Dolden entfernt und vernichtet werden, damit sich nicht neue Samenbestände aufbauen.

Die Dolden müssen gut entsorgt werden, zum Beispiel in Plastikbeuteln. Die luftdicht verschlossenen Säcke können beim Entsorgungszentrum Wetterau in Echzell getrennt von anderen Abfallarten abgegeben werden. In die Bio- oder Restmülltonne gehören die allergenen Pflanzen nicht.

Weitere Fragen beantworten der Abfallwirtschaftsbetrieb (Tel.: 0 60 31/90 66 11) und Rainer Schütz (Tel. 0 60 03/4 62 01 43).

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