Sie gehören zu den Höhepunkten im »Kulturtaucher«-Programm des Alten Hallenbades: Die in Eigenregie produzierten Opern und Operetten der »Oper aHa«. Verantwortlich dafür zeichnet Opernsängerin Cornelia Haslbauer, die sich stark im Hallenbad-Verein engagiert.

Die Badestädterin war es auch, die die Idee zu einem Opern- und Operettenkonzert hatte. In der bis auf den allerletzten Platz besetzten einstigen Schwimmhalle erlebten die Besucher am Freitagabend eine abwechslungsreiche Gala, die immer wieder für Begeisterungsstürme sorgte.

Das Konzertmotto »Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht« gab das Thema vor: Die Liebe in ihren ganz unterschiedlichen Facetten. »Ohne die Liebe kommt keine Oper und Operette aus«, so Haslbauer, die mit viel Humor durch den Abend führte. Den eröffnete Sopranistin Esther Hock mit der Arie der Marzelline aus »Fidelio«, der einzigen Oper von Ludwig van Beethoven. Die Mainzerin begeisterte ein ums andere Mal, ebenso wie die weiteren Solisten. Bariton Michael Wolfrum aus Bayreuth, der seit 2013 regelmäßig Gast bei den Eigenproduktionen im Alten Hallenbad ist, brillierte gleich zum Auftakt mit seiner weichen Stimme als Vogelfänger mit der Arie des Papageno aus der Mozartoper Zauberflöte. Dem standen der aus Korea stammende Tenor Julian Jeon Jo und Sopranistin Cornelia Haslbauer in nichts nach. Deren Duett »O, namenlose Freude« aus der Oper »Fidelio«, war einer von vielen Höhepunkten im ersten Programmteil, in denen die Melodien aus »Fidelio« und »Zauberflöte« im Mittelpunkt standen.

Sänger aus der ganzen Wetterau

Sicher begleitet wurden die Solisten vom zehnköpfigen Klangbad-Ensemble und dem vor drei Jahren gegründeten Klangbad-Chor. Die gut 30 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Wetterau – allesamt Laien mit langjähriger Chorerfahrung – überzeugten in der ersten Hälfte mit zwei Gefangenenchören, dem Unbekannteren aus Fidelio ebenso wie dem weltberühmten Chorsatz aus der Verdi-Oper »Nabucco«.

Zu verdanken ist diese nicht hoch genug einzuschätzende Leistung Chorleiter Daniel Görlich, der am Premierentag ebenso Geburtstag feierte wie eine Chorsängerin, was mit einem gemeinsam gesungenen »Happy Birthday« entsprechend gewürdigt wurde.

Kam der Chor im ersten Programmteil nur dreimal zum Einsatz, so änderte sich dies in der zweiten Hälfte, die mit zahlreichen bekannten Klassikern gespickt war. Nun waren die fröhlichen Facetten der Liebe angesagt, während zuvor auch Tod und Trauer eine Rolle gespielt hatten, wie bei der von Esther Hock intensiv gesungenen Arie »Addio del passato«, dem erschütternden Finale des dritten Aktes in »La Traviata«.

Dem Verdi-Klassiker »La donna é mobile«, gesungen von Julian Jeon Jo und dem nicht minder bekannten »Habanera« aus Bizets Oper »Carmen« von Cornelia Haslbauer folgte »Brindisi« aus »La Tarviata« und das vom ganzen Ensemble gesungene »Brüderlein« aus der Operette »Fledermaus« von Johann Strauss. Minutenlang gefeiert wurden alle Mitwirkenden nach dem finalen Medley mit den bekanntesten Melodien aus der Lehár-Operette »Die lustige Witwe«. Nur das titelgebende »Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht«, fehlte, denn »wir haben die Frauen und die Liebe so ausgiebig gewürdigt, da haben wir großzügig darauf verzichtet«, meinte Haslbauer.

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