26. April 2019, 20:03 Uhr

Für rund 500 Impfungen

26. April 2019, 20:03 Uhr
Auch die Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Pusteblume in Wohnbach sammeln fleißig Deckel, um Impfungen gegen Polio zu ermöglichen. (Foto: pm)

Der Deckel einer Wasserflasche oder einer Milchtüte kann Leben retten. Die Idee hinter dem Projekt »Deckel gegen Polio« ist einfach: Durch das Sammeln von Kunststoffdeckeln aus hochwertigen Kunststoffen (HDPE und PP) und mit dem anschließenden Verkaufserlös wird das Programm »End Polio Now« unterstützt, das die weltweite Ausrottung von Kinderlähmung zum Ziel hat. 2018 haben sich alle Wölfersheimer Kindergärten diesem Projekt angeschlossen. Inzwischen haben die Beteiligten mehr als 250 000 Deckel gesammelt und damit etwa 500 Impfungen ermöglicht.

Auch Kinder, Eltern und Erzieherinnen des Kindergartens Pusteblume in Wohnbach sammeln fleißig Deckel. Manfred Hochstein aus Södel, der bei der Gemeinde anregte, sich an der Aktion zu beteiligen und sie seither intensiv unterstützt, stattete dem Kindergarten kürzlich gemeinsam mit Bürgermeister Eike See einen Besuch ab. Einrichtungsleiterin Marina Riesner hatte bereits eine große Kiste mit Kunststoffdeckeln parat, in der in den vergangenen Wochen und Monaten eifrig gesammelt wurde.

Wasser, Milch und Saft

An der Aktion beteiligen können sich nicht nur die Kindergartenkinder und deren Eltern, sondern jeder. Gesammelt werden Kunststoffdeckel und -verschlüsse von Getränken wie zum Beispiel Wasser, Erfrischungsgetränke, Milch und Saft. Nicht in die Sammelboxen gehören Kronkorken, Verschlusskappen von Spülmittel oder Sektflaschenkorken.

Anstatt einer zentralen Sammelstelle entschied man sich in Wölfersheim dazu, die Aktion auszuweiten. Deckel können deshalb in allen Ortsteilen, in allen Kindergärten und im Bürgerbüro des Rathauses abgegeben werden. Zudem beteiligen sich auch Gewerbebetriebe an der Aktion. In Berstadt etwa können die Kunststoffdeckel im Baumarkt Isterling und im Edeka-Getränkemarkt direkt neben dem Pfandautomaten abgegeben werden.

Bürgermeister Eike See lobte das Engagement aller Beteiligen: »Das ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam etwas Großartiges bewirken können. Ich danke allen Sammlern und Unterstützern. Besonders jedoch Manfred Hochstein für sein großes Engagement in dieser Angelegenheit. Wir wollen die Aktion weiterführen und hoffen, dass sich noch viele Menschen daran beteiligen. Es ist beeindruckend, dass damit bereits etwa 500 lebenswichtige Impfungen finanziert werden konnten.«

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