05. Dezember 2018, 19:53 Uhr

Für musikalische Träume

05. Dezember 2018, 19:53 Uhr
Das sind »The Törnarounds« mit (v. l.) Thorsten Güntner und Olaf Stellberger sowie die Musiker Chris Cantow, Kai Michel und Volker Michel. (Foto: im)

Kai Michel liebt die eher leisen Töne und hat – sowohl mit seiner Band »The Törnarounds« als auch solo und mit seinem vor 14 Jahren gegründeten Verein Aidmusica – bei Livekonzerten schon viel erlebt. So hat er sich auch von der geringen Zuhörerzahl beim dritten diesjährigen Konzert seiner musikalischen Reihe »Jederland« in der Kulturwerkstatt nicht verunsichern lassen, sondern lieferte mit seiner Band perfekten Old-School-Pop »von A wie Americana bis B wie Brit Pop« ab.

Im Zentrum standen dabei Eigenkompositionen für die Band wie der Song »Butterfly Zoo« sowie Titel von Michels Debüt-Soloalbum »Follow The Road Home«. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen Chris Cantow am Bass und Volker Michel an der Gitarre und im Background-Gesang erfreute der vielseitige Drummer, Gitarrist, Keyboarder, Sänger, Texter und Komponist die Anwesenden mit starken Songs, die von einer leisen Melancholie und Lebensweisheit getragen wurden. Das Publikum swingte mit und gute Laune machte sich breit, trotz des verregneten Herbstabends.

Dann gaben die »Törnarounds« die Bühne frei für den »Harmonika-Mann« Olaf Stellberger und seinen kongenialen Partner Thorsten Güntner an der akustischen Gitarre sowie an der Metal-Dobro. Beide Musiker wechselten sich zudem gesanglich ab, auch dabei gab es Eigenkompositionen, dazu wundervoll eigenständige Cover aus dem Bereich des Blues wie »Little Wing« von Jimi Hendrix, »Dust My Broom« von Elmore James oder »Walking By Myself« von Gary Moore. Nachdem die humorvolle musikalische Abrechnung mit den Frauen und der Liebe unter Applaus endete, nahm sich Gastgeber Kai Michel Zeit für ein Gespräch.

Nach den erfolgreichen »Jederland«-Konzerten im Gartenhof Löw in Bad Nauheim-Steinfurth sowie im Junity in Friedberg sei er insgesamt zufrieden. Japanische Percussion kam in Steinfruth zu ihrem Recht, die Friedberger Malerin Vera Stein begleitete die ersten beiden Konzerte mit einer Kunstausstellung, die Bühne stand als »Open Stage« für Musiker und Sänger aus aller Herren Länder zur Verfügung.

Flüchtlingen helfen

Das Catering übernahm jeweils der Verein Aidmusica, den Michel ins Leben gerufen hatte, um gemeinnützige Musikprojekte wie »Jederland« zu organisieren, um Flüchtlingen Unterricht und eine Bühne bieten zu können und Menschen mit Handicap bei der Verwirklichung ihrer musikalischen Träume zu helfen.

Warum sich die Besucher an diesem Abend nur so spärlich einfanden, darüber konnte der 52-Jährige nur rätseln, der seinen Lebensunterhalt als privater Musiklehrer sowie im Team der Friedberger Musikschule verdient. Dem eigentlich eingeladenen türkischen Sänger und Multiinstrumentalisten Ali Özbek hatte er vorsorglich abgesagt. Michel werde weiterhin an der Vernetzung der internationalen Kunst- und Musikszene arbeiten.

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