14. Juni 2019, 20:16 Uhr

Für Umstieg aufs Rad

14. Juni 2019, 20:16 Uhr
Mehr Radverkehr (v. l.): Bernd Wagner und Patrick Stoll sind dabei. (Foto: pv)

Die Friedberger CDU hofft, dass mehr Menschen in der Kreisstadt aufs Fahrrad umsteigen. Gerade aus den Neubaugebieten wie am Steinernen Kreuz oder dem Westviertel biete es sich an, zum Besuch der Innenstadt das Fahrrad zu nutzen. Grund für diesen Optimismus sei, so CDU-Parteichef Bernd Wagner, die jüngste Initiative der Stadtverwaltung zur Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung (die WZ berichtete). Nach den Sommerferien werden Ketteler-, Leonhard-, Dieffenbach-, Gartenfeld-, Breslauer-, Tepler und Wintersteinstraße sowie ein Teil der Burgsiedlung für Radfahrer freigegeben.

Radfahrer haben dann kürzere Wege. Außerdem erhöhe sich die Verkehrssicherheit, Autos müssten langsamer fahren. Und schließlich, so Wagner, seien geöffnete Einbahnstraßen ein kostengünstiger Beitrag für ein möglichst lückenloses Radwegenetz.

Tipps für Radfahrer

Die CDU warnt aber auch vor Risiken. In Leonhard-, Breslauer-, Dieffenbach- und Gartenfeldstraße dürfen Autos links und rechts parken. Was tun, wenn einem Radfahrer ein SUV entgegenkommt? »Die Straßenverkehrsordnung kennt keine spezielle Vorschrift, die den Begegnungsverkehr regelt«, sagt Patrick Stoll, Rechtsanwalt und stellvertretender CDU-Vorsitzender. Grundsätzlich gelte, möglichst weit rechts zu fahren.

Es gibt noch weitere Regeln zu beachten. Wenn in Einbahnstraßen das Radfahrern in Gegenrichtung gestattet ist, wie sieht es dann mit der Rechts-vor-links-Regelung in abgehenden Straßen aus? Müssen kreuzende Autofahrer dem Radfahrer, der dann von rechts entgegengesetzt aus der Einbahnstraße kommt, Vorfahrt gewähren? Dazu Patrick Stoll: »Wenn eine Einbahnstraße mit einem Zusatzzeichen für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet wurde, muss ein Autofahrer nicht nur im Verlauf der Einbahnstraße, sondern auch beim Einbiegen und beim Vorbeifahren auf Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung achten.« Auch hier gilt also: »Vorfahrt hat, wer von rechts kommt.«

Für den Radfahrer heißt das: Fährt er in entgegengesetzter Richtung aus einer Einbahnstraße, muss er einem von rechts kommenden Autofahrer die Vorfahrt gewähren, wenn kein Verkehrsschild etwas anderes regelt. Zum anderen bedeutet es: Ein Autofahrer muss dem von rechts in Gegenrichtung aus einer Einbahnstraße kommenden Radfahrer nach der Regel »Rechts vor links« Vorfahrt gewähren, erläutert Stoll.

Aufpassen müssen Radfahrer allerdings verstärkt auf die Fußgänger, die meist nur auf den Autoverkehr aus einer Richtung achten und nicht daran denken, dass Radfahrer aus der Gegenrichtung kommen können. Stoll: »Auch hier gilt einfach: Gegenseitig aufeinander achten und nicht einfach sein Recht durchsetzen.«

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