22. Mai 2019, 21:48 Uhr

Anonymer Spender

Friedhofskapelle Ober-Mörlen bekommt Digitalpiano geschenkt

Die Friedhofskapelle war lange die einzige ohne Tasteninstrument. Dank einer großzügigen Spende hat sich dies nun geändert. Der Geldgeber möchte aber anonym bleiben.
22. Mai 2019, 21:48 Uhr
Bürgermeisterin Kristina Paulenz freut sich über die Instrumentenspende für die Trauerhalle. Mit Walter Grimmel (hinten l.) vom katholischen Verwaltungsrat und dem musikalischen Berater Norbert Margraf lauscht sie Organist Hansjörg Weckler. (Foto: Hausmanns)

Welche Musik bei einer Trauerfeier gespielt wird, bestimmen meist die Angehörigen der Verstorbenen, im besten Fall noch sie selbst vor ihrem Ableben. In Ober-Mörlen kam die Wunschmusik in der Regel vom Band. Dank einer großzügigen Spende (der Geldgeber möchte anonym bleiben) ist die Friedhofskapelle jetzt mit einem Digital-Piano ausgestattet. Bürgermeisterin Kristina Paulenz nahm das solide Instrument dieser Tage mit einer Abordnung der katholischen Pfarrei in Augen- und Ohrenschein und zeigte sich angetan von den Klangmöglichkeiten.

Bestatter organisiert Organisten

Organist Hansjörg Weckler entlockte dem Instrument fünf unterschiedliche Klangfarben zwischen Klavier und Orgel. Norbert Margraf aus Nieder-Mörlen hatte sie in seiner beratenden Funktion eingerichtet. Walter Grimmel vom kirchlichen Verwaltungsrat war sich mit der Rathauschefin einig über die Win-win-Situation: Die bürgerliche Gemeinde hatte zur Anschaffung der digitalen Orgel in der St.-Remigius-Kirche unlängst 2000 Euro dazugegeben, jetzt profitiere sie von dem geschenkten Instrument in der gemeindeeigenen Trauerhalle.

Die Ober-Mörler Friedhofskapelle sei die einzige ohne Tasteninstrument weit und breit gewesen, berichtete Weckler aus seiner Erfahrung in vielen Gemeinden. Zusammen mit Organistin Agnes Margraf und Herbert König habe er jetzt auch ein Liederheft für Andachten in der Trauerhalle zusammengestellt. Auch Pfarrer Ryszard Strojek begrüße die neuen musikalischen Möglichkeiten außerordentlich, hieß es. Das jeweilige Bestattungsunternehmen kümmere sich im Trauerfall um die Rekrutierung des Organisten, weder Kirche noch Kommune müssten sich darum bemühen.

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