18. Dezember 2018, 19:02 Uhr

Friedenslicht trifft ein

18. Dezember 2018, 19:02 Uhr
Die Kolping-Jugend stimmt Lieder an und trägt Gebete vor. Am Altar wird das Friedenslicht weitergegeben. (Fotos: udo)

Im Rahmen der Adventskalender-Aktion konnten sich die Ilbenstädter eine Woche vor Heiligabend in der Basilika das Friedenslicht abholen.

Die Kirchenbänke waren beim Singen der Adventslieder gut gefüllt und der Altarraum war später voll, als das Licht weitergegeben wurde. Ministranten hatten das Friedenslicht wie seit über 15 Jahren am dritten Advent in der Kirche Sankt Michael in Rosbach erhalten und nach Ilbenstadt gebracht.

Isabel Denkler, Alexander Wagner, Christian Behnken, Simon Beranek und Carolin Denkler gehören der Kolping-Jugend an. Sie stimmten Lieder an, trugen die Geschichte »Puppentheater« vor und sprachen ein Gebet. Als sich alle Besucher der Andacht um den Altar versammelten, wurde die Beleuchtung der Kirche ausgeschaltet. Gleich darauf wurde es im Vierungsbereich wieder hell, als zum Lied »Mache dich auf und werde Licht« die Kerzen entzündet wurden. Mit »Macht hoch die Tür« ging die Austeilung des Lichts in der Basilika zu Ende. Es folgten bei heißen Getränken und Brezeln Gespräche in der Vorhalle und vor der Kirche.

In den letzten 15 Jahren waren beim alljährlichen Abholen des Friedenslichts aus der Michaelskirche (jenseits der B 455 gegenüber der Adolf-Reichwein-Halle und dem Seniorenzentrum) etwa zehn Jugendliche aus Ilbenstadt unterwegs. Die Michaelskirche ist neun Kilometer von der Basilika entfernt. Das Verteilen des Lichts in der Wetterau wird seit Beginn der Aktion von den Pfadfindern in Rosbach organisiert.

Simon Beranek ist Kantor in der Basilika und Tertiar des Prämonstratenser-Ordens. Er erläutert auf Anfrage: »Viele Gläubige bewahren das Licht vom dritten Advent bis zum Sonntag nach Epiphanias, dem Dreikönigstag, bei sich zu Hause auf.« Mit dem Sonntag nach Epiphanias endet in der Liturgie die Weihnachtszeit. Im Brauchtum endet die Weihnachtszeit an Mariä Lichtmess am 2. Februar, dem 40. Tag nach Weihnachten. Dann werden die Krippen abgebaut.

Von oberbayerischen Pfadfindern wurde das Friedenslicht in der Eisenbahn von Wien nach Deutschland gebracht, über das Land verteilt und wie in Ilbenstadt in Andachtsfeiern an die Gläubigen weitergegeben.

In Linz war das Friedenslicht zuvor mit einem Flugzeug aus Israel eingetroffen, um in einem Gottesdienst in Wien an Pfadfinder weitergegeben zu werden. Das Licht war von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet worden. Die Aktion wurde 1986 in Österreich begründet und ist heute in über 30 Ländern verbreitet.

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