15. März 2019, 11:28 Uhr

Demonstration

»Fridays for Future«: Schüler-Demo zieht durch Friedberg

Es ist wieder soweit: Die nächste »Fridays for Future«-Demo zieht durch Friedberg. Rund 300 Schüler sind dabei sowie viele Erwachsene.
15. März 2019, 11:28 Uhr
Rund 200 Schüler ziehen am Freitag von Friedberger Bahnhof zur Burg. (Foto: Müller)

Update: »Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.« So schallt es immer wieder durch die Reihen des Demonstrationszuges der »Fridays for Future«-Kundgebung am Freitag. Auffällig: Neben den Schülern waren viele Erwachsene und Kinder dabei: »Es hieß, die Eltern sollen unterstützen«, sagte eine Mutter. Begleitet wurden die 300 Teilnehmer auch von »Omas gegen Rechts«, Politikern und der Linksjugend. Die Schüler liefen vom Bahnhof über die Saarstraße und die Mainzer-Tor-Anlage zum Europaplatz, wo es eine Zwischenkundgebung gab. Dann ging es weiter über die Kaiserstraße und zur Burg. Nicht nur in Friedberg sind gestern zahlreiche Schüler auf die Straße gegangen – Greta Thunberg hatte weltweit zu Protesten aufgerufen.

 

 
Fotostrecke: "Fridays for Future"-Demonstration in Friedberg

 


Hintergrund: Der Protest geht weiter: Schüler wollen am Freitag wieder bei der Demonstration »Fridays for Future« mitmachen. Um 10 Uhr werden sie sich am Friedberger Bahnhof treffen und durch die Stadt ziehen.

Der in Butzbach ansässige Sonnenstromverein Hessen (SVH) hat sich mit dem Rockenberger Energiebildungsverein (EBV) zusammengetan, um den Schülern und anderen jungen Leuten bei ihren geplanten Demos »Fridays for Future« zur Seite zu stehen.

Auch die Wetterauer Grünen unterstützen die Schüler sowie deren Eltern bei dem internationalen Klimastreik. »Politiker dürfen die Klimakrise nicht aussitzen. Sie müssen unverzüglich eine wirkungsvolle Klimapolitik umsetzen«, fordert Myriam Gellner, Sprecherin des Kreisverbandes.

 

Hohe Motivation

Auch die Grüne Jugend Wetterau befürwortet die »Fridays for Future«-Proteste – sie ist durch das Alter ihrer Mitglieder auch direkt betroffen. Es grenze an einen Skandal, dass Schüler ein so großes Privileg wie Bildung bestreiken müssten, damit die Politik den Demonstrationen eine angemessene Aufmerksamkeit zuspreche, schreiben die Grünen. Allerdings würden die meisten Politiker über das Fernbleiben der Schüler von der Schule diskutieren und nicht, wie man sich vielleicht wünschen würde, über die ernsthafte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Die Grüne Jugend wünscht sich nach eigenem Bekunden eine Kehrtwende in der bisherigen Klimapolitik.

Das sieht der Rockenberger Energiebildungsverein ähnlich. Nach dessen Ansicht versagt die Politik bei klimarelevanten Entscheidungen. Daher sei es gut und wichtig, dass die künftigen Generationen auf die Straße gehen, sagt Diethardt Stamm vom EBV-Vorstand. Dr. Klaus Wagner vom SVH-Vorstand ergänzt: »Die jungen Menschen haben im Gegensatz zu den entscheidenden Politikern eine hohe Motivation, und sie sprechen für ihre Zukunft und die Wahrheit über die Klimakrise.« Es sei deshalb sehr gut, dass junge Leute »radikale« Forderungen aufstellten und während der Schulzeit auf die Straße gingen. Würden sie das an Samstagnachmittagen machen, würde das nach Meinung von SVH/EBV niemanden interessieren. Deshalb sei es notwendig, es genau so zu machen, wie es für Freitag von der jungen Generation geplant sei.

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