03. Dezember 2017, 20:23 Uhr

Französische Autorin besucht Burggymnasium

03. Dezember 2017, 20:23 Uhr

Die französische Kinder- und Jugendbuchautorin Anneliese Heurtier hat ihr Publikum, Französischschülerinnen und -schüler des Burggymnasiums Friedberg sowie einen angereisten Französisch-Leistungskurs aus Gießen, in ferne Länder entführt: Mongolei, Tahiti, Nepal und USA. Und all dies in französischer Sprache.

Eines ist Heurtiers Werken anzumerken: Diese dynamische, junge Autorin reist gerne – und sei es nur mittels ihrer Fiktion. Denn, so lernt das interessierte Publikum gleich nach der ersten gestellten Frage, in der Mongolei war sie noch nie. Ihr spannender Roman »Là où naissent les nuages« (Dort wo die Wolken geboren werden), mit dem Heurtier eine der fünf Autoren ist, die in diesem Jahr am Prix des Lycéens allemands teilnehmen, spielt größtenteils in der Mongolei. Dann beantwortete die Autorin gleich weitere Fragen nach ihrer Inspiration, ihrem Schaffensprozess und dem Zeitaufwand für das Schreiben eines solchen Romans.

Sie sauge Inspiration mit allen fünf Sinnen auf – aus dem täglichen Leben, aus den Menschen um sie herum, auch aus der Literatur, sagte Heurtier. Allein und eingesperrt in einer dunklen Kammer könne sie definitiv nicht kreativ sein. Die Schriftstellerei sei ein Vollzeitjob, und sie sei froh darüber, sich mittlerweile ganz auf das Schreiben konzentrieren zu können und nicht aus finanziellen Gründen verpflichtet zu sein, zusätzlich einen »normalen« Job ausüben zu müssen.

Briefe als Initialzündung

Warum sie den Beruf der Schriftstellerin gewählt habe, wollte eine Schülerin wissen. Auch diese Frage beantwortete Heurtier ausführlich und ernsthaft: Als sie so jung war wie ihr aktuelles Publikum, seien keine Autoren zu Lesungen in die Schule gekommen, denn die Autoren, die damals in Frankreich in der Schule gelesen worden seien, seien lange tot gewesen. Also sei es der jungen Anneliese gar nicht in den Sinn gekommen, dass Schriftstellerei ein Beruf sei. Trotzdem habe sie gerne Geschichten geschrieben.

Im Alter von 23 Jahren habe sie auf Tahiti viel Zeit zum Schreiben gehabt. Ihr Partner habe die langen Briefe gelesen, die sie damals an ihre Nichte in Frankreich geschrieben habe, und er habe ihr gesagt: »Anneliese, die Geschichten sind entzückend, du musst Kinderbücher schreiben.« (Foto: pv)

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