28. September 2016, 12:00 Uhr

»Fluchtursachen gemeinsam bekämpfen«

Friedberg-Ockstadt (pm). Die Jacobus Connection Ockstadt hat sich Gedanken zur Flüchtlingspolitik und der aktuellen Lage in der Welt gemacht: »Uns stellte sich die Frage, wie man das Flüchtlingsproblem, das man gegenwärtig in Deutschland äußerst kontrovers diskutiert, in einigen Jahren beurteilen wird. Wir meinen, dass sich schon jetzt ein anderes Deutschland präsentiert. Nicht mehr das Land des millionenfachen Massenmordes des Dritten Reiches, sondern ein Staat, der wie Schweden ein Herz hat für Flüchtlinge, die vom Tode bedroht, entwürdigt und entrechtet sind.
28. September 2016, 12:00 Uhr

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat das starke Abschneiden der AfD in Mecklenburg-Vorpommern ein Armutszeugnis für Deutschland genannt – und ein Jude, der von einem anderen Deutschland weiß, weiß wohl, wovon er redet.
In ähnlicher Weise haben sich die beiden christlichen Kirchen geäußert. Kardinal Woelki aus Köln lehnt die Bevorzugung christlicher Flüchtlinge, wie sie die CSU fordert, ab und verlangt, dass die unselige Diskussion über die Änderung des Asylrechts aufhört.
Noch entschiedener sprach sich die evangelische Kirche für das bestehende Asylrecht und gegen die Forderung nach Obergrenzen aus.
Die Flüchtlingsthematik ist aus dem Ruder gelaufen, zum Parteiengezänk geworden und dient der parteipolitischen Profilierung. Eine Landespartei mit einem ›C‹ im Namen tut sich hier besonders hervor.
Es wundert uns schon, dass gerade in einer Zeit, wo die Flüchtlingsströme stark zurückgehen, dieses Problem zu unserem politischen Hauptproblem geworden ist. Der Parteienzwist dient lediglich der Profilierung, führt zu Wahlerfolgen einer rechtspolitischen Partei und schadet dem Ruf unseres Landes.
In einigen Jahren können wir stolz darauf sein, dass wir einer Million Flüchtlingen Heimat angeboten haben und dass aus dem Lande Hitlers ein neues Land geworden ist.
Nichtsdestotrotz müssen wir dafür sorgen, dass die Fluchtursachen Krieg, Klimawandel, despotische Staatsformen und Hunger auf der Ebene der EU und der Weltgemeinschaft bekämpft werden. Hier kann Deutschland beispielhaft sein – klar ist aber auch, dass ein Staat allein dieses globale Problem nicht aus eigener Kraft lösen kann. Daher geht dieser Appell an die gesamte Staatengemeinschaft«, schreibt die Jacobus Connection.
Zur Jacobus Connection Ockstadt gehören Pfarrer Matthias Fritsch, Franz Josef Ganser, Pfarrer i.R. Dr. Horst Gebhard, Professor Dr. Bertold Hübner, Professor Dr. Peter Löffler, Dr. Wolfgang Pilz, Pfarrer Bernd Weckwerth, Josef Weiser und Willi Weiser.

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