Das Nieder-Rosbacher Burgfest hat im Verlauf seines 36-Jährigen Bestehens schon fast alle Wetterkapriolen durchgemacht - nur Schnee und Eis hat es noch nicht gegeben. Am Wochenende ließen die sommerlichen Temperaturen Helfer und Gäste so ins Schwitzen kommen, dass alle unter der Hitze stöhnten. »Einige haben die Daumen für schönes Wetter wohl zu kräftig gedrückt«, scherzte Moderator Christoph Käding bei der Festeröffnung am Samstagnachmittag.

Erster Stadtrat Heinz Sill, Blütenkönigin Katharina I. und Blütenkind Luisa, Ortsvorsteher Volker Hoffmann sowie Vertreter der ausrichtenden Vereine versammelten sich auf der Bühne, um die Gäste willkommen zu heißen. Wieder einmal durften sich die Kitas Luna und Sonnenschein über einen Spendenscheck freuen. Von dem Geld, das aus dem Erlös des letztjährigen Festes stammt, sollen Bücherregale angeschafft und der »Fuhrpark« ergänzt werden.

Beginnend mit Kaffee und Kuchen nahm das Fest ab 15 Uhr seinen Verlauf. »Diesmal haben wir alle Kuchen von den Vereinsfrauen bekommen, die Auswahl war enorm«, sagte Tim Blecher vom Orga-Team. In den früheren Jahren waren die Landfrauen für die Kuchentheke zuständig gewesen, aber auch dort merkt man die nachlassende Zahl der freiwilligen Helfer, so dass eine andere Lösung gefunden werden musste.

Fest künftig verkürzen?

Die Autogrammstunde mit den beiden Spielern Leon Köhler und Jan Wächtershäuser vom EC Bad Nauheim war nicht nur für die jungen Festbesucher ein Highlight. Wer wollte, konnte nebenan auch mal selbst zum Schläger greifen und ausprobieren, wie der Puck ins Tor kommt. Abends wurde noch ein Trikot versteigert, das wegen seiner stattlichen Größe (XXXL) Aufmerksamkeit erregte. Bei einem Startgeld von 20 Euro kletterte der Preis schließlich auf 111 Euro hoch. Volkmar Später aus Rosbach bekam schließlich den Zuschlag.

Mit Beginn der angenehmeren Temperaturen nach Sonnenuntergang füllte sich der Festplatz mit Publikum, sodass die Band Soundslike aus Friedrichsdorf ordentlich in die Saiten greifen konnte. Es wurde getanzt und gefeiert, und vor allem die jüngere Generation genoss den satten Sound, der von der Bühne kam. Endlich bekamen auch die Helfer am Sekt- und Weinstand genügend zu tun, denn bei der Nachmittagshitze waren alkoholische Getränke nicht so sehr gefragt gewesen.

»Vielleicht überdenken wir unser Konzept insgesamt noch einmal neu, um für die nächsten Jahre gewappnet zu sein«, meinte Holger Koch von den SG-Fußballern. Nichts überstürzen wollte Dorle Schmidt von der Abteilung Turnen. »Es waren an diesem Wochenende sehr viele Veranstaltungen rundherum, dazu kam der Ferienbeginn und das extrem heiße Wetter«, erklärte sie den etwas schleppenden Festbeginn.

Am Ende seien aber doch alle zufrieden gewesen. Das Fest eventuell auf einen Tag zu verkürzen, fand niemand gut. »Der Aufbau von Zelten, Tischen und Bänken ist sehr aufwendig, das lohnt sich für einen Tag nicht«, war man sich einig. Ganz zu schweigen von der großen Tombola, bei der es diesmal unter anderem ein Zelt, ein Kofferset, eine Gartenbank und einen Grill zu gewinnen gab.

Mit einem Festgottesdienst, dem anschließendem Konzert vom Posaunenchor und den akrobatischen Vorführungen von drei Seilspringerinnen startete der zweite Tag. Wegen der Hitze sah sich die Kita Luna gezwungen, ihre Zirkusvorführung abzusagen, und auch der Zeitplan für den Sonntag wurde gestrafft. Lob gab es zum Abschluss aber für die Jugendfeuerwehr: »Die kalte Nebeldusche war für alle eine willkommene Abwechslung.«

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