02. März 2019, 12:00 Uhr

»Politik-Junkie«

FDP-Mann Peter Heidt rückt in Bundestag nach

Als ehrenamtlicher Abgeordneter ist FDP-Mann Peter Heidt in der ganzen Wetterau bekannt. Jetzt wird der Bad Nauheimer Berufspolitiker, er rückt in den Bundestag nach.
02. März 2019, 12:00 Uhr
Für Peter Heidt geht der Traum vom Bundestag in Erfüllung.

Freidemokrat Peter Heidt aus Bad Nauheim kann mit Fug und Recht als »Politik-Junkie« bezeichnet werden. Bei jeder Rede im Stadtparlament oder Kreistag ist eine Leidenschaft zu spüren, die ihn manchmal beim Angriff auf die politische Konkurrenz übers Ziel hinausschießen lässt. Zudem ist Heidt ein großer Sport-Fan. Im Stadion Spiele des EC Bad Nauheim oder der Frankfurter Eintracht zu verfolgen, gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen.

Politik und Sport zu verbinden, dürfte für den Freidemokraten künftig noch schwieriger werden. Denn der 53-Jährige zieht im Sommer in den Bundestag ein. »Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung, den ich stets im Hinterkopf hatte«, sagt Heidt.

Nicola Beer macht den Weg frei

Nach Jahrzehnten als ehrenamtlicher Abgeordneter im Kreistag, wo er die FDP-Fraktion führt, und im Bad Nauheimer Parlament wird der Anwalt bald Berufspolitiker – zumindest für gut zwei Jahre bis zum Ende der Legislaturperiode. Seit FDP-Generalsekretärin Nicola Beer zur Spitzenkandidatin der Partei für die Europawahl am 26. Mai gekürt wurde, war das Nachrücken Heidts klar.

Beer, über die hessische Landesliste in den Bundestag eingezogen, macht im Juli den Platz für ihren Parteifreund frei. Bei der Bundestagswahl im September 2017 hatten sechs FDP-Kandidaten aus Hessen den Sprung nach Berlin geschafft, Heidt hatte auf Listenplatz sieben das Nachsehen.

Sitz im Sportausschuss

Der Bad Nauheimer steht bereits in den Startlöchern. »Ich werde einen Sitz im Umwelt- und im Sportausschuss erhalten«, berichtet der 53-Jährige. Vor allem der Sportausschuss kommt ihm entgegen, dort möchte er sofort nach Fördermöglichkeiten für den Bau einer Multifunktionshalle in seiner Heimatstadt suchen, die nicht zuletzt seinem Lieblingsverein EC Bad Nauheim zugute kommen soll. Heidt übernimmt das Büro von Nicola Beer und sucht sich eine kleine Wohnung in der Hauptstadt.

Seine Verankerung in der Wetterau wird der Jurist und Vater von zwei Kindern nicht aufgeben. »Hauptwohnsitz bleibt Bad Nauheim, meine Mandate im Kreistag und in der Stadtverordnetenversammlung behalte ich«, kündigt er an. Auch der bisher einzige Bundestagsabgeordnete aus der Wetterau, Oswin Veith (CDU), ist Mitglied des Bad Nauheimer Parlaments, aber selten anwesend. Heidt will öfter präsent sein: »Die Sitzungstermine lassen sich gut vereinbaren.«

Zeit für den EC und die Eintracht wird sich der sportverrückte Politiker mit Sicherheit auch nehmen. Zudem will Heidt Mitinhaber der Anwaltskanzlei am Adolfsturm in Friedberg bleiben, allerdings wird ein »Ersatzspieler« gesucht. Unter Langeweile dürfte Peter Heidt also nicht leiden.

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