06. März 2018, 19:52 Uhr

FAB setzt auf Kooperation mit Barcelona

06. März 2018, 19:52 Uhr
Können einer Zusammenarbeit mit der Sprachenschule »ABCHumboldt« in Barcelona einiges abgewinnen (v. l.): Marcus Bocklet, Karin Frech, Kathrin Anders, Silke Wegner (Leiterin des Bereichs Bildung bei der FAB) Hans-Peter Leder (Schuldnerberatung FAB gGmbH). (Foto: pv)

Friedberg (pm). Innovative Ideen für den Arbeitsmarkt sind gefragt. Frauen Arbeit Bildung (FAB) wagt einen neuen Vorstoß mit einem internationalen Mobilitätsprojekt. Es soll jungen Menschen aus Spanien mit einer dualen Ausbildung eine Weiterbildungsmöglichkeit bieten und gleichzeitig deutsche Betriebe bei der Suche nach Facharbeitern unterstützen. Seit 1993 führt die Sprachenschule »ABCHumboldt« mit Sitz in Barcelona internationale Projekte durch. Die Schule ist Kooperationspartner von FAB. Klaus Schumacher von »ABCHumboldt« war per Skype zugeschaltet, als sich Grünen-Landtagsabgeordneter Marcus Bocklet und die Wetterauer Grünen-Politikerin Kathrin Anders bei FAB über dieses Projekt informierten. Anders ist Mitglied im FAB-Vorstand.

Schumacher stellte das Projekt, das bereits in Niedersachsen in deutsch-spanischer Kooperation läuft, vor. Im Mai 2017 hatte die Sprachenschule in Barcelona 51 Schulabgänger aufgenommen. Zwischen Juni und November nahmen diese an einem intensiven Sprachkurs in Spanien teil und erhielten nach Abschluss ein Zeugnis über ein B1-Niveau. 49 Teilnehmer unterschrieben schließlich einen Praktikantenvertrag in verschiedenen Betrieben in Niedersachsen. Das Praktikum dauert zwei Monate und wird bezahlt. Die Auszubildenden sind zum Teil in Gastfamilien, Studentenwohnheimen oder Wohngemeinschaften untergebracht. Ein Betreuer mit interkultureller Kompetenz kümmert sich um jeweils zehn Teilnehmer.

Drei Viertel der Kursteilnehmer befinden sich jetzt in einer »Anpassungsqualifizierung«. Diese Ausbildung dauert zwölf Monate, wird von der Industrie- und Handelskammer anerkannt und geprüft.

Wäre dieses Projekt auch in Hessen möglich? Dieses erscheine ihm auf den ersten Blick mehr als sinnvoll, äußerte sich Bocklet. Sicherlich gebe es auch für ein solches Vorhaben Förderungen, um die Finanzierung auf der deutschen Seite für die Logistik, die Sprachkurse und anderes abzusichern. »Das Konzept stellt eine Verbesserung von bestehenden Programmen dar. Es wäre schön, wenn es klappen würde.« Ausreichend Interesse auf spanischer Seite gebe es, erläuterte Schumacher. Die Sprachenschule habe eine Warteliste für weitere Kurse.

Deutschland dürfe sich nicht abschotten, warnte FAB-Geschäftsführerin Karin Frech. »Wir müssen uns immer wieder fragen, wie wir die Entwicklung zu einem offenen Europa vorantreiben können. Wir sind noch nicht so weit, wie wir eigentlich sein müssten.« Daher sei dieses Programm ein Beitrag zur Integration. FAB habe mittlerweile 480 Mitarbeiterinen und Mitarbeiter, informierte Frech. »Wir haben mit Menschen aus 65 Ländern zusammengearbeitet.«

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