25. Oktober 2018, 19:36 Uhr

Ex-Jugendarrestanstalt: Minister für THM-Wohnheim

25. Oktober 2018, 19:36 Uhr
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Von Bernd Klühs

In Friedberg könnten bis zu 500 neue Plätze in einem THM-Studentenwohnheim entstehen – ganz ohne »schwedische Gardinen«. Möglich wäre das durch einen Abriss der ehemaligen Jugendarrestanstalt hinterm Amtsgericht. Ein entsprechendes Gerücht hatte vor geraumer Zeit FDP-Landtagsabgeordneter Jörg-Uwe Hahn (Bad Vilbel) publik gemacht, der im Parlament öfters nach der Zukunft des seit Jahren verwaisten Gebäudes gefragt hatte. Jetzt haben sich der zuständige Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak getroffen, um sich über das Thema auszutauschen.

»Wir sind in Gesprächen mit dem Studentenwerk Gießen, das die bis zu 500 Wohnheimplätze schaffen möchte. Bezahlbarer Wohnraum würde nicht nur vielen Studierenden der Technischen Hochschule Leben und Lernen erleichtern, sondern wäre sicherlich auch für die Stadt ein Gewinn«, sagte Schäfer. Nach Angaben des Ministers wird auf Landesebene schon lange daran gearbeitet, eine gute Lösung für die frühere Jugendarrestanstalt zu finden. Damit hat er recht, denn der ehemalige »Knast« steht bereits seit etwa fünf Jahren leer. FDP-Mann Hahn hatte die lange Verfahrensdauer denn auch heftig kritisiert.

Das Land benötigt das Gebäude nicht mehr. Ein Austausch mit dem Studentenwerk Gießen habe stattgefunden. Grundsätzlich könne das Land Studentenwerken Grundstücke zur Schaffung von Wohnraum unentgeltlich im Erbbaurecht überlassen. Dies ist auch Ziel in Friedberg. »Wir möchten jeden zehnten Studierenden der Hochschule in Wohnheimen unterbringen. Mit diesem Projekt kommen wir einen großen Schritt weiter«, sagte Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen. Entstehen sollen Einzelzimmer und WGs.

Die Stadt ist von den Plänen ebenfalls angetan. Bürgermeister Antkowiak: »Auch das Stadtbild an einer unserer Hauptzufahrtsstraßen würde sich verbessern.«



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