17. Juni 2019, 19:46 Uhr

Es grünt und wächst

17. Juni 2019, 19:46 Uhr
Burkhard Struve (l.) beobachtet Thorsten Zeller beim Entfernen der Disteln, während sich Alina für einen Salatkopf entscheidet. (Fotos: lod)

»Wir brauchen nicht gießen, es gießt«, sagt Thorsten Zeller vor seiner Parzelle auf dem Saisongartengelände nahe des Fauerbacher Sportplatzes, als ein kurzer Schauer für Nässe sorgt. Die Familie Zeller teilt sich das 40 Quadratmeter große Stück Ackerboden mit der befreundeten Familie von Burkhard Struve.

Beide Familien wohnen im Westgebiet und nehmen erstmals an der mittlerweile sechsten Saisongartenaktion teil, die von der Lebensmittelkette tegut unterstützt wird. Insgesamt 30 Parzellen hat Landwirt Peter Klingmann hergerichtet - zusammen mit Michaela Schremmer, die das Projekt von Beginn an betreut, und Kerstin Jost, die die Pächter in Ackersprechstunden berät.

»In diesem Jahr ist das Wetter bisher einfach ideal«, sagt Kerstin Freitag. Die Fauerbacherin ist mit ihrer Familie von Beginn an dabei und teilt sich ihre 40 Quadratmeter inzwischen mit Nachbarin Susanne Mertens. Im Gegensatz zum trockenen Vorjahr musste sie bisher wenig gießen. »Wir dachten, dass wir mehr nach Fauerbach fahren müssten, um zu gießen«, erläutert Burkhard Struve. »Es ist relativ stressfrei«, ergänzt Zeller. »Der Stress kommt noch, spätestens, wenn alles gleichzeitig geerntet werden muss. Dann muss man sich Gedanken machen: Wie verarbeite ich was?«, spricht Freitag aus Erfahrung.

Am 1. Mai wurden die schon eingesäten Parzellen an die Pächter übergeben. Inzwischen grünt es überall, und die Ernte kann so langsam beginnen. »Wir haben die ersten Radieschen, darunter sogar ein weißes«, freut sich Kerstin Freitag, während ihre Kinder Tim und Mia übers Gelände toben. Tim freut sich schon auf die Zuckerschoten. »Die esse ich am liebsten«, meint der Siebenjährige, dem vor allem das Gießen Spaß macht. Seine kleine Schwester mag Karotten und Kartoffeln. Beides gedeiht in diesem Jahr prächtig, auch bei den beiden »Neuanfänger-Familien«, die sich so manchen Tipp bei Freitag und anderen »alten Hasen« holen.

»Wir kommunizieren hier reichlich, das macht Spaß«, meint Burkhard Struve, dessen Tochter Alina unbedingt den ersten Salat mit nach Hause nehmen will. »Wir gucken den Pflanzen beim Wachsen zu«, sagt Struve. Es wachsen Kohlräbchen, Salate, Mangold und die anderen fast 30 Gemüse- und Kräutersorten.

»So viele Disteln habe ich nicht erwartet«, sagt Torsten Zeller, der mit Handschuh und einem Stecher die ungeliebten Pflanzen zwischen dem Salat entfernt. »Kaum haben wir welche herausgezogen, dann sind am nächsten Tag schon wieder welche da«, ergänzt Struve, der in den letzten Tagen noch Kürbis- und Spinatpflanzen sowie Pflücksalat in den Boden gebracht hat. »Ich schau mal, ob es noch Mangoldsamen gibt, der ist nicht so gut angegangen, wie wir es gedacht haben«, meint Struve und macht sich auf den Weg zur großen Kiste neben dem Geländeeingang. Darin befinden sich neben Gartengeräten und Gießkannen auch noch etliche Samentüten. Struve wird fündig.

Inzwischen hat es wieder aufgehört zu regnen, Alina möchte gerne einen Salat mitnehmen, Thorsten Zeller widmet sich den Disteln und Struve deckt einige Pflanzreihen mit einer Fliesfolie ab. »Die schützen vor den Vögeln und Erdflöhen, die wir aber noch nicht gesehen haben«, sagt Struve lachend.

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