24. Juli 2019, 20:56 Uhr

Erste Wärmepumpe ist am Netz

24. Juli 2019, 20:56 Uhr
Die erste Wärmepumpe im Quartier geht ans Netz. Darüber freuen sich (v. l.) Bürgermeister Klaus Kreß, Projektleiter Sebastian Böck, die Hausbeseitzer Daniela und Timo Michael, Fachbereichsleiter Jürgen Patscha und Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Drausnigg. (Foto: pm)

Ein wichtiger Schritt, nicht nur für die Familie Michael, sondern auch für Stadtwerke und Stadtverwaltung. Am Montag wurde die erste Wärmepumpe im Neubaugebiet Bad Nauheim Süd ans Netz angeschlossen. Das Haus der jungen Familie ist das erste, das über »Kalte Nahwärme« versorgt wird. Diese neue Art der Wärmeversorgung setzt nach Angaben der Stadtwerke deutschlandweit neue Maßstäbe.

Bürgermeister Klaus Kreß, der für Stadtentwicklung zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Patscha und Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Drausnigg waren ins Haus der jungen Familie gekommen, um einen »Meilenstein in Bad Nauheim« zu verfolgen, wie es in der Pressemitteilung der Stadt heißt.

Die Stadtwerke werden bis zu 400 Haushalte im Baugebiet versorgen. Etwa 85 Prozent der Bauherren hätten sich bisher für die Wärme- und Kälteversorgung entschieden, sagt Projektleiter Sebastian Böck. Mit dieser Quote sei das Unternehmen sehr zufrieden.

Während im ersten Bauabschnitt die ersten Häuser entstehen, laufen im zweiten und dritten Abschnitt die Erschließungsarbeiten: Strom- und Wasserleitungen sowie Leitungen der »Kalten Nahwärme« und ein Glasfasernetz verlegen die Mitarbeiter dort. In wenigen Wochen startet laut Böck auch der Bau der Technikzentrale. Indes gehe es im Kollektorfeld gut voran, »70 Prozent der Erdwärmekollektoren sind verlegt, wir liegen gut in der Zeit.«

Über das Glasfasernetz im Quartier könne jede einzelne Wärmepumpe überwacht und gesteuert werden. »Stimmt etwas nicht, schlägt das System automatisch Alarm und wir steuern gegen.« Es gebe einen Rund-um-die-Uhr-Bereitschaftsdienst; auch für die Nutzer der Kalten Nahwärme. »Wir freuen uns, dass wir damit zur CO2-Vermeidung beitragen können«, werden Daniela und Timo Michael zitiert. Dass die Stadtwerke als »Nebeneffekt« das Haus kostenlos an das Glasfasernetz anschließt, komme der Familie gelegen.

Die Versorgung der ersten Häuser läuft laut Böck im ersten Schritt unabhängig vom Kollektorfeld über das Rohrnetz für die »Kalte Nahwärme«. Es nehme die Umgebungstemperatur auf und liefere so die nötige Energie. Bis zu 20 Häuser könnten im Sommer versorgt werden, ohne das Kollektorfeld »anzuzapfen«. »Rechtzeitig zum Winter schließen wir die Versorgung an das Kollektorfeld an«, verspricht er. Im Gegensatz zu konventionellen Nahwärmenetzen kämen die Leitungen ohne Dämmung aus; auf dem Weg vom Kollektorfeld zu den Wärmepumpen nähmen die Rohre sogar noch Energie auf. »Das macht die ›Kalte Nahwärme‹ besonders effizient.« Eine Pumpe in einem mobilen Container sorge für den nötigen Druck.

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