02. Dezember 2018, 20:32 Uhr

Erinnern an 40 Märkte mit Charme

02. Dezember 2018, 20:32 Uhr

»Der Reichelsheimer Christkindlmarkt ist einmalig in der Wetterau. Er hat Charme, ist etwas Besonderes und orientiert sich nicht am Gewinn.« Diese lobenden Worte gab es am Freitagabend gleich mehrfach bei der Jubiläumsfeier zum 40. Reichelsheimer Christkindlmarkt in der Laurentiuskirche zu hören. Kirchenvorsteher Manfred Winter, Bürgermeister Bertin Bischofsberger, die Aussteller Axel Blasig und Monika Hubeler sagten sie. Die Zuhörer spendeten immer wieder Applaus, wenn das Geschehen rund um den Markt aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wurde. Über all die Jahre kamen 100 000 Euro an Spenden zusammen, die an verschiedenste Organisationen und Vereine weitergegeben wurden. 25 Jahre war die ehemalige »Junge Frauengruppe« fürs Organisieren des Marktes zuständig, seither hat der Freundeskreis Christkindlmarkt die Arbeit im Hintergrund übernommen.

»Die volle Kirche heute zeigt uns, wie unsere Arbeit gewürdigt wird, wie viele Helfer es rund um den Markt gibt«, sagte Andrea Guth vom Freundeskreis. Dazu zählen auch der Gesangverein Liederkranz, der Musikverein Reichelsheim und der Musikzug der Feuerwehr Blofeld. Die Musiker gestalteten die zwei Feierstunden für den Markt mit.

Kunsthandwerker gewünscht

Alexander Hitz stellte in einem mit Fotos und Videos untermalten Vortrag die Geschichte der von Josef Kempa geschaffenen Weihnachtpyramide dar, die inzwischen zum Wahrzeichen des Marktes geworden ist. Seit 1991 dreht sich das Schmuckstück vom ersten Advent bis zum 6. Januar vor der Kirche. Immer wieder war zu hören: »Wir wünschen uns, dass der Christkindlmarkt weiter Bestand hat.«

Ulla Wagner, eine der Frauen, die den Christkindlmarkt mitgeprägt hat, ermutigte Horst Diehl vom Geschichtsverein, die beliebten Kirchturmbesteigungen wieder aufleben zu lassen. Sie sei zuversichtlich, dass es der Kirchengemeinde gelingen werde, Konzerte zum Marktauftakt zu organisieren. »Ich gehe davon aus, dass wir in zehn Jahren noch dabei sind, dass in den Vereinen junge Leute nachwachsen, die mitmachen«, sagt Regine Weber vom Freundeskreis. Schön wäre es, wenn einige Kunsthandwerker den Markt bereichern könnten, meinte Andrea Guth. Allerdings gebe es inzwischen in fast jedem Ort im Advent Märkte, die Zahl der Wochenenden im Advent sei begrenzt und Aussteller bevorzugten ein Dach über dem Kopf, sodass es schwierig werde, gerade solche Standbetreiber zu finden. Bürgermeister Bertin Bischhofsberger versprach Hilfe: Pro Jahr zimmern die Bauhofmitarbeiter zwei neue Holzhütten, die die Stadt an Aussteller vermiete.

Einen süßen Gruß verteilten die Mitglieder des Freundeskreises an die Gäste, die zum Mitfeiern gekommen waren: Schokolade verziert mit einer Zeichnung der Weihnachtspyramide.

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