11. November 2018, 20:53 Uhr

Engel, Kerzen und Geschenke

11. November 2018, 20:53 Uhr
Avatar_neutral
Von Corinna Weigelt
Seit der Eröffnung des Gebrauchtwaren-Ladens wird das Sortiment ausgebaut. (Fotos: cor)

Ob Engel, Adventskranz, Weihnachtskugeln oder leuchtende Dekoartikel – bei der ersten Advents- und Weihnachtsausstellung im Secondhand-Kaufhaus fanden zahlreiche weihnachtliche Artikel ihre Abnehmer. Zum ersten Mal veranstaltete der Verein »Interkulturelle Kompetenz und Integration« (IKI) einen Tag der offenen Tür mit Ausstellung. Gleich zwei Tage lang erhielten Besucher die Gelegenheit, das Angebot des Kaufhauses im ehemaligen Sportheim zu erkunden. Mit großer Resonanz. Schon vor der offiziellen Öffnung warteten Kunden vor der Tür darauf, dass es losgeht.

»Vom ersten Annahmetag Anfang Januar an haben wir zahlreiche wunderschöne, zum Teil sehr hochwertige Deko- und Gebrauchsgegenstände für Advent und Weihnachten geschenkt bekommen«, erklärt IKI-Vorsitzende Hedwig Rohde. »Wir waren selbst sehr überrascht über die Vielfalt – von phantasievollem Baumschmuck über Engel und Nikoläuse in allen Stilrichtungen, Kerzenleuchter, Adventskränze und Lichterketten bis hin zu künstlichen Weihnachtsbäumen.« 24 große Umzugskartons hat das IKI-Team seitdem eingelagert. So reifte die Idee, eine Advents- und Weihnachtsausstellung zu organisieren. Die wurde nun gleich an zwei Tagen bei Kaffee und Kuchen im geschmückten Saal umgesetzt. Parallel bot der zweitägige »Tag der offenen Tür« eine Möglichkeit, das komplette Angebot des Kaufhauses näher kennenzulernen.

Bald feiert das Secondhand-Kaufhaus seien ersten Geburtstag und hat sich bereits gut etabliert. Kunden kommen regelmäßig in die Räumlichkeiten des früheren Sportheims, um günstig Dinge zu erwerben, die sie für ihren eigenen Haushalt benötigen.

Das Prinzip ist einfach: Wer nicht mehr benötigten, aber voll funktionsfähigen Hausrat hat, kann diesen im Kaufhaus abgeben. Jeden Mittwoch erhält das IKI-Team Nachschub für das Sortiment und kann dieses regelmäßig erweitern. »Bis zu 25 Personen bringen mittwochs Dinge vorbei, die sie nicht mehr selbst benötigen«, sagt Rohde. Die ausschließlich ehrenamtlich tätige Kaufhaus-Mannschaft sortiert und räumt ein. Rund 35 Stunden investiere sie so jede Woche für das soziale und nachhaltige Projekt.

Samstags ist das Kaufhaus dann für Kunden geöffnet. Kaufen kann grundsätzlich jeder. Los geht es mit den erschwinglichen Preisen, ab zehn Cent. Wer etwas mehr bezahlen möchte, kann dies jedoch gerne tun. »Jeden Samstag kommen zwischen 30 und 70 Käufer«, sagt Rohde. Besonders gefragt seien Wasserkocher. »Davon können wir gar nicht genug haben«, ergänzt die zweite IKI-Vorsitzende Ute Groß.

Bürgermeister Klaus Kreß nutzte die Gelegenheit, um sich über die Entwicklung des Secondhand-Kaufhauses zu erkundigen. Der Rathauschef lobte die Ziele des IKI-Vereins im Sinne der Nachhaltigkeit in der Fair-Trade-Stadt Bad Nauheim. Gebrauchsfähige Gegenstände führe man dank des Konzepts einer Neunutzung zu. Darüber hinaus investiere man die Verkaufserlöse in weitere wertvolle Projekte wie die Sprachförderung. Rund 10 000 Euro würden dazu jährlich benötigt. Unterstützung erhalte der Verein auch durch Spenden, die natürlich auch weiterhin stets willkommen seien.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos