06. Februar 2018, 20:11 Uhr

Einsatz für Hölzinger

06. Februar 2018, 20:11 Uhr
Im Stadtparlament hat es eine satte Mehrheit für das Hölzinger’sche Modell für Sprudelhof und Therme gegeben. Die neue Bürgerinitiative will nun die Kritiker vom Sinn des Konzeptes überzeugen. (Archivfoto: nic)

Eine neue Bürgerinitiative mit dem Namen »Pro Gesamtkonzept Sprudelhof« hat sich kürzlich unter der Moderation von Klaus Ritt im Badehaus 7 im Sprudelhof gegründet. »Unter dem Motto ›Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue frisch zu wagen…‹ (Großherzog Ernst Ludwig) ist es Ziel der Bürgerinitiative Pro, einen Beitrag zu leisten, damit das vom Bad Nauheimer Städteplaner und Architekten Prof. Johannes Hölzinger entworfene zukunftsorientierte Gesamtprojekt Sprudelhof realisiert werden kann«, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Dieses Gesamtprojekt wurde in der Stadtverordnetenversammlung mit deutlicher Mehrheit verabschiedet, es stoße aber bei einigen Bürgern auf Unverständnis und Misstrauen.

Zertifikat als Argument

»Hier will die neu gegründete Bürgerinitiative Pro Gesamtkonzept Sprudelhof ansetzen und durch gezielte Maßnahmen die Kritiker von der Bedeutung und der Qualität dieses Hölzinger’schen Entwurfs, der bereits als ›der ganz große Entwurf‹ bezeichnet und von der hessischen Denkmalpflege als städtebauliches Gesamtkonzept begrüßt wurde, zu überzeugen«, erläutert die neue BI.

Das städtebauliche Konzept Hölzingers für das Areal rund um den Sprudelhof vereine alle in den vergangenen zwölf Jahren diskutieren Wünsche und Vorstellungen der Politik im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Thermalbades. Es bestehe aus dem Bau einer neuen Therme an der Stelle der bisherigen mit einer Anbindung ans Badehaus 2, in dem eine Sauna und ein Kurmittelhaus untergebracht werden sollen, zudem aus zwei unterirdischen Parkhäusern mit etwa 400 Stellplätzen, dem Bau einer städtischen kulturellen Spielstätte samt TAF zwischen den Badehäusern 3 und 4, die bislang im Badehaus 2 untergebracht war, einem Hotelneubau mit eigener Tiefgarage und dem Ersatz der Parkplätze am alten Thermalbad und des Parkdecks Sprudelhof durch terrassierte Grünflächen und einer Reihe hochwertiger Stadtbauwohnungen entlang der Ludwigstraße, die das Areal des Sprudelhofs einrahme.

Während der Gründungsversammlung sei ein interessanter bebilderter Vortrag über die Entwicklungsgeschichte der »Curve«, der Ludwigstraße und des Sprudelhofs, gezeigt, der deutlich gemacht habe, »dass das neue Gesamtkonzept eine konsequente Weiterentwicklung der Baugeschichte des Sprudelhofs darstellt«. Die bisherigen politischen Beschlüsse zu diesem Gesamtkonzept wurden erläutert und die Argumente der Kritiker dieses Projektes betrachtet. »Es wurde festgestellt, dass die angeführten Kritikpunkte selten sachlich und richtig waren. Es handelte sich vorwiegend um Befürchtungen. Einige der Kritiker haben Schwierigkeiten, sich mit dem Gesamtkonzept Sprudelhof vorurteilsfrei zu befassen. Lieber solle alles beim Alten bleiben. Es fehlt an Offenheit, sich auf Neues einzulassen. Vielleicht fehlt es auch an Vorstellungskraft«, schreibt die BI.

Die Abfolge der Vorträge wurde durch literarische Splitter über Bad Nauheim, vorgetragen von Anne Marie Mörler, aufgelockert. In einer Diskussion über unterschiedliche Aspekte dieses von allen Teilnehmern begrüßten Gesamtkonzeptes wiesen die Vertreter der Kerckhoff-Stiftung und des Kneipp-Vereins auf die Bedeutung dieses Hölzinger’ schen Gesamtkonzeptes besonders im Hinblick auf die anstehende Neuzertifizierung als Badestadt hin. Am Ende der Veranstaltung bildete sich eine zwölfköpfige Arbeitsgruppe, die die zukünftigen Aktivitäten planen und organisieren will.

Ansprechpartner für alle Interessenten ist der Sprecher der Bürgerinitiative, Klaus Ritt (Tel. 0 60 32/3 33 88, E-Mail an pro-sprudelhof@t-online.de).

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