24. Juli 2018, 20:02 Uhr

Eine Tonne Kirschen wird am Tag sortiert

24. Juli 2018, 20:02 Uhr
Die CDU-Politiker schauen sich an, wie beim Familienbetrieb von Saskia und Steffen Rehde in Ockstadt gearbeitet wird.

Großfruchtige Kirschensorten, moderne Anbaumethoden, die richtigen Pflegemaßnahmen – das sind für Steffen und Saskia Rehde die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kirschenanbau. Seit 2016 führen die beiden Ockstädter den Familienbetrieb in der vierten Generation. Kurz vor Ende der Haupterntezeit der Süßkirschen besuchte die Friedberger CDU mit ihrem Vorsitzenden Bernd Wagner an der Spitze den Obstbaubetrieb, um sich ein Bild vom örtlichen Kirschenanbau zu machen.

»Ohne eine effiziente Größensortierung lassen sich die Kirschen nur schwer im Großhandel absetzen. Von den Obstvermarktern werden ausschließlich ausgesuchte, große Kirschen nachgefragt, die dann aber auch Spitzenpreise erzielen«, erklärte Steffen Rehde bei der Vorführung der neuen Kirschensortiermaschine. Die Früchte werden auf weißen Bändern transportiert, können dabei gedreht und so von mehreren Seiten kontrolliert werden. »So erreichen wir einen hohen Qualitätsstandard unserer Kirschen«, ergänzte Saskia Rehde.

Der Größensortierung ist das Verleseband vorgeschaltet. Durch die Abstände der Bänder fallen Blütenrückstände und kleinere Verunreinigungen bereits durch. Auch drehen sich die Früchte auf den Bändern sehr leicht. Beschädigte Früchte können somit schnell erkannt und ausgelesen werden. Anschließend erfolgt die automatische Größensortierung durch die Führungsträger, deren Abstand in Laufrichtung des Obstes zunehmen. So werden die Kirschen marktgerecht abgefüllt. »Nur mit dieser Maschine können wir als Familienbetrieb eine Tagesernte von bis zu einer Tonne Kirschen bewältigen«, sagte Steffen Rehde. Die Kirschen stammen von über 2500 Bäumen, verteilt von Bad Nauheim bis Rosbach. Bei der Kirschenernte helfen auch noch 13 polnische Erntehelfer, die ab morgens früh um 5 Uhr im Einsatz sind.

»Da vom Markt eine Madenfreiheitsquote von 98 Prozent gefordert wird, halten sich Steffen und Saskia Rehde bei der Bekämpfung der Kirschfruchtfliege streng an die Vorgaben des Pflanzenschutzdienstes«, heißt es in einer CDU-Pressemitteilung. Auch lassen sie ihre Kirschen regelmäßig von einem Labor auf Rückstandsfreiheit untersuchen. Der Befallsdruck durch die Kirschessigfliege werde durch konsequente Hygiene und Bestandspflege erfolgreich reduziert.

Welche Leckereien aus Kirschen hergestellt werden, zeigten die Rehdes am Ende des Besuchstermins. Sie stellen Kirschwein und Liköre, Kirschsaft, Marmeladen und Kirschsecco her, den sie auch bei den Feierabendpartys der Stadt auf dem Elvis-Presley-Platz anbieten. (Foto: pm)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bernd Wagner
  • CDU
  • CDU Friedberg
  • Ockstadt
  • Süßkirschen
  • Friedberg-Ockstadt
  • Harald Schuchardt
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos