29. September 2019, 20:38 Uhr

Ein nachhaltiges Leben

29. September 2019, 20:38 Uhr
Reichen und Anfassen erwünscht: Das Studienseminar Friedberg hat für angehende Lehrerinnen und Lehrer einen Tag der Möglichkeiten angeboten. Die Referendare sollen in Workshops und an Infoständen selbst Dinge ausprobieren. (Foto: pv)

Der Klimawandel stellt auch die Bildung vor neue Herausforderungen, denn wer nicht die Zusammenhänge kennt, der kann auch nicht handeln. Um Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft zu machen, braucht es neue, fachübergreifende Bildungskonzepte. Das Studienseminar Friedberg hat daher zum zweiten Mal einen Tag der Möglichkeiten zum »Globalen Lernen« durchgeführt, um Fragen wie: »Was ist eigentlich ein ökologischer Fußabdruck, warum sollte man saisonal und regional einkaufen, wie sind eigentlich die Ressourcen der Erde verteilt, und was kann ich mit Klimakoffern und einem Afrika-Parcours im Unterricht erreichen?« nachzugehen. Dieses Mal waren noch mehr Kooperationspartner dabei, und auch die fortgeschrittenen angehenden Lehrerinnen und Lehrer des zweiten Semesters haben ihre neuen Unterrichtsprojekte zum »Globalen Lernen« vorgestellt.

Ohne Kühlschrank leben

Zum Auftakt der Veranstaltung bot Andreas Arnold Einblicke in sein »nachhaltiges Leben«. Er lebt nahezu frei von Umverpackungen, blickt kritisch auf seinen Besitz und Konsum und lebt inzwischen sogar ohne Kühlschrank. In seinem Vortrag veranschaulichte er nicht nur die Verwandlung in seinem Leben - weg vom Plastikmüll -, sondern gab auch praktische Tipps, um zu mehr kritischem Konsum anzuregen.

Hiervon inspiriert, konnten sich die Lehramtsreferendarinnen und Referendare in Workshops einwählen. Mit dabei war auch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Daniela Born-Schulze stellte die Unterrichtsprojekte zum Thema Ernährung und Landwirtschaft sowie die Initiative »Bauernhof als Klassenzimmer« vor.

Bei einem Afrika-Parcours der Aktion Tagwerk konnten interaktiv Informationen über verschiedene Länder des Kontinents eingeholt werden. Auch der Bad Nauheimer Weltladen war mit seinem pädagogischen Team um Gerd Joachim und Beate Schalkowski dabei, um seine Bildungsangebote für Schulklassen zum Thema »Fairer Handel« vorzustellen.

Ziel des Tages der Möglichkeiten ist auch die Multiplikatoren-Wirkung für das zukunftsrelevante Thema »Globales Lernen«, bei dem es darum geht, neue Herausforderungen wie Klimawandel, globale Ungleichheiten oder sozio-kulturelle Konflikte im Unterricht in den Blick zu nehmen und für die Schulen passende Unterrichtskonzepte zu entwickeln sowie Bildungspartner zu nutzen. Das Studienseminar Friedberg macht sich mit der Veranstaltung auf den Weg, mit Bildung für nachhaltige Entwicklung Lernprogramme kennenzulernen und weiterzuentwickeln, um Schülerinnen und Schülern mehr Wissen für die neuen globalen Herausforderungen zu bieten. Damit die Generation von morgen Zusammenhänge erkennt, diese bewerten kann und in konkrete Handlungen umsetzen kann, wie zum Beispiel in einen kritischen und bewussten Konsum. Daher war es beim »Marktplatz« besonders beeindruckend, dass Referendarinnen und Referendare auch ihre eigenen Unterrichtskonzepte zu Themen wie »Upcycling« und »Ernährung« vorgestellt haben.

Ein weiteres Ziel für das kommende Jahr ist es nach Angaben des Studienseminars, dass sich noch mehr angehende Lehrer über dieses Projekt fachübergreifend verknüpfen und weitere Ideen für die Schulen entwickeln. Ein Dank geht an die vielen Kooperationspartner, die den Tag anregend und spannend gestaltet sowie zur Ideenfindung beigetragen haben.

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