30. Oktober 2019, 20:01 Uhr

Ein kreatives Kaleidoskop

30. Oktober 2019, 20:01 Uhr

Ein bunter Wechsel aus Formen, Farben, Materialien und Disziplinen soll die Besucher ab Freitag in der Alten Mühle erwarten. Dort zeigen Dozentinnen und Dozenten der Kunstschule zehn Tage lang ihre Werke. Sie haben eine dritte Gemeinschaftsausstellung unter dem Titel »Kaleidoskop III« zusammengestellt. Zu sehen sein wird in der Galerie ein buntes Allerlei aus unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen. Diese bilden einen Großteil des breiten Spektrums des Kursprogramms an der Kunstschule ab, wie die Lehrkräfte im Vorfeld verraten.

Damit das Publikum den Überblick nicht verliert, sind alle Werke an den Wänden mit blauen und roten Tape-Art-Leitlinien verbunden. Sie sollen die Gemeinschaft der Dozenten symbolisieren, ihr Anliegen, mit ihrer Kunst andere Menschen in ihr kreatives Arbeiten mit einzubeziehen und sie anzuregen, selbst aktiv zu werden.

Zu sehen sein werden Bilder, Hochdruckgrafiken, Linolschnitte, Cyanotypie (Eisenblaudruck auf Solar-Fotopapier) Plastiken, Skulpturen aus Papier und Draht, Tusche-Zeichnungen, Objektkunst und Kunstwerke zum Mitmachen.

Algen werden zu Kunst

Zu fantasievollen Reisen laden auch Auszüge aus »Algengedichten« von Eliza M. French ein. Sie ergänzen die Arbeiten von Ulrike Sengpiel mit gepressten Algen und Alge-Frottage (Durchdrucktechnik). Pflanzen und Blumen bilden Schwerpunkte im Oeuvre der Künstlerin. Sie hat Ostseealgen gesammelt, gepresst und dann in mehreren Verfahren weiterverarbeitet. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Werke getreu der Devise »jedes Ding hat zwei Seiten« oder »zwei Seiten einer Sache«.

Die zeigt auch Dorothea Gräbner, die zwei Arbeiten mit Objekten des Alltags, Türen und Fenstern, mit denen sie sich künstlerisch seit den 1990er Jahren auseinandersetzt. »Beide Objekte stehen für Innen und Außen, Verbindung und Trennung. Der Moment des Übergangs beider Seiten steht für mich für den Augenblick im Leben, indem sich alles ändert. Er gibt Aufschluss über die Zeitdimension jeder figurativen Darstellung«, informiert die Dozentin. Buntes Papier in winzig kleine Teilchen gefaltet und schuppenförmig ineinandergesteckt hat Maya Onodera. Bunt, humor- und zugleich geheimnisvoll ziehen ihre Origami-Kunstwerke »Kreis des Lebens«, »Die Waldkönigin« oder »Drei Engel« die Betrachter in ihren Bann.

Die Schönheit und Vielfalt der Muster auf vom Verfall an Lissabons Hausfassaden bedrohten Kacheln erhalten, will Frauke Breuer mit ihren Arbeiten. Sie hat Kachel-Fotos in Drucke umgewandelt, transparente Fahnen mit Kachelmotiven bedruckt oder sie auf Bildern mit zweidimensionalen Farbflächen aufgebracht und mit weiteren Elementen optisch vertieft. Landschaften, innere und äußere, realistische und abstrakte, hat Ingrid Strohkark auf Papier mit Acrylfarben, Zeichnungen, Objekten aus Draht mit Kerzen und Papier eingefangen. Sie alle bilden ein Kaleidoskop aus Stimmungen, Impressionen, Licht- und Schattenspielen. Kunstpädagogin Samira Idrisu zeigt Arbeiten aus ihrer Reihe »Sperrmüllkunst«.

Aus Fotos von am Wegesrand gefundenen Schätzen wie Kanistern, Stühlen, Schubladen oder Kartons entwickelt sie gegenständliche oder abstrakte Bilder, die sie mit Acrylfarben auf MDF-Platten malt.

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