07. November 2018, 19:21 Uhr

Ein Zwiegespräch in Bildern

07. November 2018, 19:21 Uhr

Sie nennt sich »Uma« und zeigt ihre Werke derzeit in der Galerie Remise. Jetzt wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Zahlreiche Besucher, unter denen sich auch Bürgermeister Klaus Kreß, Mitglieder der Stadtverwaltung und des Kunstvereins, befanden waren zur Eröffnung der Ausstellung der Künstlerin »Uma« (Dr. Ursula Maria Ruser-Bräuning) gekommen. Anne Marie Mörler begrüßte die interessierten Besucher und stellte die Künstlerin und ihre Werke vor.

Es ist bereits Umas dritte Ausstellung in der Galerie Remise. Die diesjährige Präsentation beschäftigt sich intensiv mit dem Thema: Wie in einem Spiegel – Gesichter und Landschaften – innere und äußere Welten«. Jedes Gesicht scheint die Malerin als Landschaft zu empfinden, in die das Leben seine Zeichen und Runen einkerbt. So ist jedes Gesicht einmalig, persönlich und strahlt das Innere eines Menschen und seine Gefühle aus. Auch jede Landschaft hat ein individuelles Aussehen. Die Malerin hat nicht bewusst bestimmte Gesichtstypen gemalt, sondern, wie sie sagt: »die Gesichter haben sich gemalt.« Es scheint aber so, als ob die Begegnungen mit Menschen und Landschaften auf ihren zahlreichen Reisen sie immer wieder zu ihren Bildern inspiriert haben. So entstanden zwölf Bilder, die sich in einem Jahreskalender 2019 wiederfinden, als Erinnerung an diese Ausstellung. Außerdem erschien ihr neues Buch – »Auf dem Weg and a cup of Tea« rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung. Ein großformatiges Auge wacht über die Ausstellung und Gesichter mit sprechenden Augen sehen dem Betrachter entgegen. Physiognomien arabischer Frauen oder das Gesicht einer schönen Ägypterin mit ihrem persönlichen Reiz sind in der Präsentation vertreten.

Auch junge Frauengesichter, wie sie einem täglich auf der Straße begegnen können. Helle Sommer-Mädchen lächeln von den Wänden entgegen, die träumerisch über die in sengender Sonne liegende Landschaft und die in diesem Sommer so rasch verblühenden Blumen nachdenken. Aber es gibt auch Gesichter, die Schweres erlebt zu haben scheinen und ihre Trauer auf verschiedene Weise zeigen. Immer wieder wird die Reihe der Porträts von Landschaften unterbrochen, die teilweise auf den Reisen entstanden sind. Erwähnenswert ist die als Triptychon präsentierte fernöstliche Landschaft , die mit »Japanerin mit Kind« und »Geisha im Park« bezeichnet ist.

Von New York nach Bad Nauheim

Andere wiederum dokumentieren die Weite und Ruhe der auf langen Zug- oder Auto- reisen durchfahrenen Landschaften. Die kleinformatigen Gesichter und Landschaften entstanden zum Beispiel während eines bitterkalten Winteraufenthaltes auf Korfu. Sie fügen sich gut in die Ausstellung ein. Nach der Einführung übernahm die Künstlerin selbst das Wort und erzählte ein wenig von ihrem Weg zur Kunst, aus ihrem interessanten Berufsleben in der Uno und den biografischen Stationen ihrer künstlerischen Tätigkeit. »Genf, Paris, New York, Berlin und nun Bad Nauheim.« Dabei verriet »Uma« ihre Arbeitsweise. »Meine Haltung den entstehenden Bildern gegenüber ist ein stetes Zwiegespräch«, sagte sie: »Ich lasse ein Bild sich entwickeln – es malt sich.«

Die Ausstellung ist bis zum 18. November täglich (außer montags) von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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