05. August 2019, 20:08 Uhr

Ein Wochenende in Rheinhessen

05. August 2019, 20:08 Uhr
Gute Freunde sind (v. l. stehend): Jochen Müller, Hubert Kleinschmidt, Peter Griebsch, Walter Geheb, Georg Becker und Wolfgang Dyroff. Sowie (kniend v. l.): Dieter Müller, Peter Woelfing und Norbert Margraf. (Foto: pv)

»Die meisten von uns sind seit mehr als 50 Jahren über den Turnsport kameradschaftlich verbunden und darüber auch Freunde geworden«, sagt Jochen Müller, Großvater des TSV- Ausnahmeturners Moritz Müller. Natürlich ist das mit dem Turnen heute nicht mehr ganz so weit her, aber jeden Freitagabend »rollt noch die Tischtenniskugel«. Grund genug, auch einmal außerhalb Bad Nauheims diese jahrzehntelange Verbundenheit zu pflegen. So entstand die Idee, gemeinsam ein Wochenende in Rheinhessen zu verbringen.

Initiator und Organisator Walter Geheb hatte dazu ein prima Programm zusammengestellt. Los ging es am Samstag mit zwei Privatwagen zunächst nach Wiesbaden und dem Neroberg. Mit der traditionellen Bahn dauerte es nur wenige Minuten. Genossen wurden die herrliche Aussicht auf die Stadt sowie die beeindruckende russische Kirche. Hier spielte der Wettergott nicht so ganz mit, was der guten Stimmung aber nichts anhaben konnte. Danach war Petrus auf der Seite der Altherrenturner.

Mit dem Planwagen

Nach dem Bezug der Zimmer stand eine zweistündige Planwagenfahrt durch die Weinberge mit wunderbarem Blick auf Nierstein und das Rheintal an. Einfach nur schön, war der einhellige Kommentar. Nach einem Stündchen »Bettruhe« bedurfte es nur wenige Minuten zu Fuß durch die Altstadt von Nierstein zum vorbestellten Abendessen in den weithin bekannten Haxtheimer Hof. Bestens gestärkt war Abschluss auf der wunderschönen Terrasse des Gasthofes angesagt. Ein guter Tropfen durfte natürlich nicht fehlen, dazu hatte Dieter Müller seine Gitarre mitgebracht. Unter anderem zu Freddie Quinns Oldie wurde der Refrain »So schön, schön war die Zeit« von »war« in »ist« abgewandelt. Bis ein Uhr morgens ohne Jacke fand man somit bei allen möglichen Themen die Welt noch in Ordnung.

Kaum auf dem Zimmer, goss es fast die ganze Nacht hindurch wie aus Kübeln. Vergeblich allerdings der Versuch, ein bisschen davon nach Bad Nauheim umzuleiten. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhr man zum Abschluss noch ins nahe gelegene Bodenheim. Dort genossen die alten Herren noch für etwa eine Stunde eine Open-Air-Veranstaltung bei Musik und einer letzten Weinschorle.

»Hoffentlich nicht zum letzten Mal«: Mit diesem Gedanken und der Vorfreude auf den nächsten Freitag wurde die Heimreise angetreten. Rheinhessen war eine Reise wert.

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