Wetterau

Ein Treffen voller schöner Erinnerungen

Die Facebook-Gruppe »Du weißt, dass Du aus Bad Nauheim kommst...« hat rasch viele Mitglieder gefunden. Die dachten sich: Lasst uns mal treffen. So in echt. Am Wochenende war es soweit.
05. August 2019, 14:00 Uhr
Corinna Weigelt
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Das Organisatorenteam bedankt sich für die Unterstützung. Viele Geschäftsleute und Privatpersonen haben gespendet und unterstützt. Weil es allen großen Spaß gemacht hat, könnte es eine Neuauflage geben. (Fotos: Corinna Weigelt)

Am Anfang war es eine virtuelle Idee. Nach intensiven Vorbereitungen wurde diese nun in der Realität umgesetzt: 800 Besucher folgten am Samstag der Einladung zum Burgplatzfest, das Bad Nauheimer und frühere Kurstadtbewohner zusammengeführt hat. Entstanden ist die Idee des großen »Klassentreffens« in einer Facebook-Gruppe. Die Veranstaltung war ein Erfolg. Es reisten eigens für das Treffen Teilnehmer aus Übersee an, um beim großen Wiedersehen dabei zu sein. »Du weißt, dass Du aus Bad Nauheim kommst..., wenn Du am Burgplatzfest teilgenommen hast«, lautete am Ende das Fazit getreu des Gruppennamens.

Marion Stoll-Russell ist einen Tag zuvor aus New Jersey angereist. Seit 1986 lebt die frühere Bad Nauheimerin in den USA. »Ich habe heute schon viele Bekannte aus meiner Jugendzeit getroffen«, freut sie sich. Dank der Facebook-Gruppe hat sie in den letzten Monaten bereits viele Kontakte im Internet wieder aufgebaut. »Als ich in die Gruppe kam, habe ich dort täglich reingeschaut.« Viele Erinnerungen wurden geweckt, auch am Samstag. »Da drüben haben wir früher als Kinder Schelle gekloppt«, deutet Marion Stoll-Russell Richtung Altstadt und lacht. Ein großes Lob spricht sie den Organisatoren des Burgplatzfestes aus, allen voran Joachim Pfitzner, der die Facebook-Gruppe gegründet hat. »Ohne ihn und dem tollem Team wäre das hier heute nicht möglich gewesen.«

Gegründet hat Pfitzner die Gruppe im Januar. In kürzester Zeit erlebte diese einen Boom. In nur vier Tagen meldeten sich 1000 Facebook-User an, darunter frühere Bad Nauheimer. Viele Erinnerungen an die guten alten Bad Nauheimer Zeiten werden seit der Gründung virtuell ausgetauscht. Nach nur zwei Monaten wurde der Wunsch nach einem Treffen laut. Die Admins Joachim Pfitzner, Norbert Fisch und Antje Schäfer machten sich zügig ans Werk, um ein reales Wiedersehen zu planen. Gemeinsam mit Astrid Brandenstein, Martin Kmietsch, Eva Möhnicke, Astrid Renz und Ralph Bürger wurde ein Organisationsteam gegründet. Was das fleißige Team bewirkt hat, wurde nun am Samstag sichtbar. Stunde um Stunde füllte sich der Burgplatz mit immer mehr Besuchern.

Auf der Bühne sorgten Fred & Val, Soft & Chilly, No Expectations, die Band Pauli und Ibo Knöpp & Band für musikalische Unterhaltung. Neben Willy’s Pub und Style of India boten das Krüstsche, Sebastian Hett Winemanagement, Star Waffles und Soul4Drinks ein Verköstigungsangebot. 25 Kuchen und Torten, von Gruppen-Mitgliedern gebacken, zierten die Kuchentafel.

Als Co-Veranstalter konnte der Verein »Wind- und Wasserkunst Bad Nauheim« gewonnen werden. Ebenso gab es Unterstützung von JUKA, der Jugendfeuerwehr Bad Nauheim und Paten, die das Sponsoring der Bands übernahmen. Bereits im Vorfeld spendeten Gruppenmitglieder für die Ausrichtung des Festes, wurde hierfür eigens ein Crowdfunding-Konto eingerichtet. Der Überschuss sowie die Einnahmen des Kaffee- und Kuchen-Verkaufs kommen nun »Wind &Wasserkunst«, der Jugendfeuerwehr und JUKA zugute.

»Nichts im Leben ist so wichtig wie Begegnungen«, sagte Joachim Pfitzner. Ein großes Fest könne aber nur gelingen, wenn jemand einen schützenden Schirm über alles ausbreite. »Wir freuen uns, dass wir unseren Bürgermeister als Schirmherrn gewinnen konnten.«

Sowohl Klaus Kreß als auch der Erste Stadtrat Peter Krank haben die Idee des Burgplatzfestes sofort fantastisch unterstützt, betont Pfitzner. »Ich ziehe meinen Hut«, sagte der Bürgermeister, der dem Organisatorenteam dankte und die Idee des Festes, die Verbundenheit zu Bad Nauheim, lobte. Mit dem Burgplatz sei ein würdiger Platz für die Ausrichtung gefunden worden.

Noch vor dem Abend wurde bereits der Ruf nach einer Wiederholung laut. »Warum nicht?«, sagten die Macher, die zuvor keinerlei Erfahrungen mit der Ausrichtung von Events gesammelt haben. Dass sie hierfür das perfekte Team sind, haben sie ja am Samstag bewiesen.

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