12. März 2018, 19:21 Uhr

Ein Hoch aufs Fleeschter Platt

12. März 2018, 19:21 Uhr
Die Florstädter Mundartgruppe mit ihrer Sprecherin Elfriede Rösch (zweite von links) wissen mit Gedichten, Anekdoten oder als Chor begleitet von Klaus Welzbacher, zu gefallen. (Fotos: cat)

Mehr als 100 Besucher bevölkerten den Florstädter Kulturtempel und erfreuten sich an Gedichten, Anekdoten, Erinnerungen und Gesang. Klar, dass alles in Dialekt vorgetragen wurde.

Gruppensprecherin Elfriede Rösch versprach nicht zu viel, als sie zu einem geselligen Nachmittag mit mehr als 20 selbst gebackenen Kuchen und Torten einlud, denen man sich mit Kaffee in der Programmpause widmete. Sie und Bürgermeister Herbert Unger als Moderator dankten Karola Backes-Richter fürs Vorbereiten, Organisation und Thekendienst, Klaus Welzbacher, der den erkrankten Rolf Setulla am Akkordeon vertrat, und Hausmeister Siegfried Wolf, der für optimalen Ton und Licht sorgte.

Die Stadenerin Elli May eröffnete das Bühnenprogramm. Sie zitierte aus einem Bericht zur Lage Florstadts aus dem Jahr 2000, den sie damals beim ersten Auftritt der Mundartgruppe vortrug. Danach folgte eine Aktualisierung mit dem Aufruf, die jungen Leute sollten mehr Mundart sprechen, könnten sie doch so »zweisprachig aufgewachsen« in ihren Bewerbungsunterlagen vermerken. Aus seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz informierte Hermann Schreitz (Nieder-Florstadt) unter anderem über die alte Laurentius-Kapelle in Ober-Florstadt und einer Sandsteinplatte, die vor dem Haus seiner Großmutter landete. Er klärte auf, woher der Name der Straße »Im Kamerun« stammt und berichtete über die Nidda-Fähre im 18. Jahrhundert.

Erhard Sachse aus Karben wusste im Anschluss mit Gedichten wie »Die Hühnerzucht« und »Der kranke Peter« zu gefallen. Äußerst unterhaltsam waren auch die frei erzählten Stücke von Reinhard Kammer aus Borsdorf, der von einer hektischen Dame berichtete, die ihr Gesangbuch mit Dörrfleisch verwechselte und jener Geschichte, die mit »Nachts um halber drei« überschrieben war. Ein Zwiegespräch von Ursula Steuernagel und Heidi Dönges, die kurzfristig für die erkrankte Edith Loh eingesprang, handelte von alltäglichem in Florstadt.

Zu Beginn hatte der Mundart-Chor mit »So heiter wie der Sonnenschein« den Frühling herbeigesehnt, kurz vor der Kaffeepause sang man von den »Capri Fischern«, jeweils begleitet von Klaus Welzbacher (Akkordeon).

Mit dem Sketch »15 Kilo zu viel« von Elfriede Rösch und Karin Lohmann startete der zweite Programmteil. Reinhard gab frei die Geschichten von »Otto, der Fußball-Fan«, »Ein ländliche Liebeserklärung«, »Prost Mahlzeit« und »Sein letzter Wille« zum Besten. Elly May erzählte vom »Kleinen Fritz, der heiraten wollte«. Amüsant gestaltete sich auch der Dialog zwischen »Oma« Elli May und »Enkelin« Heidi Dönges, der sich um die Bräutigamswahl drehte, ehe Herbert Schuch aus Karben Tricks für Dichter, Tipps für Senioren und dem Appell nach Zufriedenheit und Menschlichkeit parat hatte. Mit »Muss i denn ...« des Chors wurden dann alle Besucher nach Hause verabschiedet. Der Mundart-Frühschoppen ist am Sonntag, 4. November.

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